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Kenneth Vodochodsky

Inhalt

Fallzusammenfassung
Die Beschuldigungen gegen Kenneth
Die Urteilsaufhebung
Dann geschah Folgendes
Die zwei Zeitlinien des 12. Oktober 1999
Stop & Go Alibi
Dachschützen-Theorie des Staates
Aussagen der Zeugen des Staates
Der Daumen-Test des Staates
Schlussworte von Kenneth
Kontakt zu Kenneths Familie

 

Viele Grüße und die besten Wünsche an alle, die sich die Zeit nehmen, dies zu lesen.

Ein persönliches Profil von Kenneth finden Sie unter:

www.myspace.com/vodsky1980

 

FALLZUSAMMENFASSUNG

Irgendwann in den späten Abendstunden des 11.10.99 und den frühen Morgenstunden des 12.10.99, wurde ein schwarzer Mann Anfang Zwanzig, Jeremiah Engleton, in seinem Zuhause, das er mit seiner Frau Violet Engleton teilte, verhaftet. Zusammen mit den Engletons wohnten auch Kenneth Vodochodsky und seine Freundin, Sara Lopez. Auch Kinder lebten in dem Haus. Jeremiah und Kenneth waren seit der Kindheit befreundet. Violet und Sara sind Schwestern. Das Zuhause, in dem Jeremiah verhaftet wurde, war ein Wohnmobil im ländlichen Atascosa County. Jeremiah Engleton wurde dafür verhaftet, dass er Violet schlug, und ihr Leben bedrohte. Violet rief den Sheriff und Deputy Thomas Monse nahm den Anruf wegen familiärer Gewalt vom Wohnmobil in den frühen Morgenstunden des 12.10.99 entgegen.

Gerichtsaussagen zeigen auf, dass Deputy Monse Jeremiah erlaubt hat, Kenneth $ 1000 für eine Kaution zu geben. Die Ehe von Jeremiah und Violet war angespannt, seit Violet eine kurze Affäre mit einem anderen Mann einige Monate vorher zugegeben hatte.

Jeremiah war im Gefängnis für einen Tag (12.10.99). Währenddessen war Jeremiahs Frau Violet dabei, einen Unterlassungsbefehl gegen ihn zu bekommen, sie zog aus dem Wohnmobil aus und suchte eine Unterkunft für sich selbst und die gemeinsame Tochter des Paares. Den ganzen Tag des 12.10.99 pendelte Violet in der Gegend umher, besuchte ihren Arbeitsplatz, ein Krisencenter, einen Wohnungskomplex mit freiem Wohnraum und das Wohnhaus von Annette Vodochodsky (Kenneth Mutter). Am 12.10.99 war Violet dabei, ihr Leben, ihre Tochter und persönlichen Besitz von Jeremiah zu distanzieren, welcher sie in der Nacht zuvor physisch angegriffen hatte. Dies war nicht das erste mal, dass Jeremiah sie in den letzten Monaten angegriffen hatte.

Als Jeremiah nach Hause zurückkehrte, war Violet weg. Jeremiah verbrachte viel Zeit am Nachmittag damit, im Wohnmobil mit sich selber und Kenneth über den wachsenden Ärger mit Violet zu schimpfen und wie er sie verletzen wollte. Die beiden schauten sich außerdem den Film „Der Soldat James Ryan“ an, welcher einer von Jeremiahs Lieblingsfilmen ist. Die beiden verbrachten Zeit damit, außerhalb des Wohnmobils sauber zu machen und verbrannten Müll. Kenneth bemerkte zudem, dass Jeremiah den Anschein machte, als packe er wie für einen Trip. Kenneth dachte, Jeremiah würde vielleicht für ein paar Tage zum Haus seiner Mutter gehen.

Um 20:07 Uhr am 12.10.99 tat Jeremiah von dem Wohnmobil aus, in dem er lebte, einen Notruf zum Büro des Atascosa County Sheriffs. Jeremiah erzählte Kenneth dann, dass er den Notruf gewählt habe und dass er gehen sollte, wenn er nicht involviert sein möchte. Zu diesem Zeitpunkt glaubte Kenneth, sein Freund könnte sich darauf vorbereiten, sich umzubringen und hatte 911 angerufen, damit die Polizei seinen Körper entdecken würde und nicht ein Freund oder Nahestehender. Kenneth war verwirrt, ein bisschen verängstigt und konnte nicht herausfinden, warum er seine Sachen gepackt hatte so als würde er auf Reisen gehen, wenn er plante, sich umzubringen. Warum auch immer, anstatt möglicherweise einem Freund dabei zu zusehen wie er sich umbringt, ging er. Als erstes jedoch musste er sein Auto kurzschließen, da es nicht anspringen wollte wegen einer leeren Batterie. Kenneth konnte mit Jeremiahs Hilfe und dessen Auto sein eigenes Auto um 20:10 zum anspringen bringen.

Deputy Monse erreichte das Wohnmobil, nicht lange nach dem Notruf, den Protokollen zufolge um etwa 20:28 Uhr. Nach seinem Ausstieg aus dem Polizeiwagen erschoss Jeremiah ihn. Nicht lange danach, erschoss Jeremiah einen zweiten Deputy, Mark Stephenson und dann einen dritten ankommenden Beamten, Texas DPS Trooper Miller. Alle drei Beamten starben bei dem Hinterhalt.

Später in der Nacht wurde die Leiche von Jeremiah von Justizbeamten im nahen Gestrüpp gefunden, mit einem scheinbar selbst zugefügten Schusswunde am Kopf. Bei Jeremiah war eine „Selbstmord-Notiz“ auf der stand: „Ich habe dies aus einem Grund geschrieben, damit alle wissen, warum ich getan habe, was ich tat, wegen der Ungerechtigkeit und Unsicherheiten im Leben.“

Später tauchte eine andere Selbstmord-Notiz auf, welche Jeremiah an Violet geschrieben hatte, in der er Sorge ausdrückte über die gescheiterte Ehe und er Violet darum bat , ihrer Tochter die Wahrheit über seinen Tod zu erzählen.

Jeremiah hatte seit Monaten Andeutungen darüber gemacht, sich das Leben zu nehmen. Sein Verhalten zwischen der Zeit, in der er von der Affäre seiner Frau erfahren hatte und dem Dreifachmord /Selbstmord am 12.10.99 zeigte einen jungen Mann der aufgehört hatte, sich um sein Zuhause, seinen Besitz zu kümmern, er hatte aufgehört seine Rechnungen regelmäßig zu bezahlen, gab Geld in einer uncharakteristischen leichtsinnigen Art und Weise aus, ersehnte seinen eigenen Tod und wollte auf die gleiche Art gehen wie die Charaktere im Film „Set it off“ es taten. Dieser Film beinhaltet eine Gruppe von Frauen, welche in einer Schießerei mit der Polizei sterben.

Später an dem Abend während der Schießerei, als Jeremiah mit den Justizbeamten kämpfte, die das Wohnmobil umstellt hatten, versuchten Sara und Kenneth zum Wohnmobil per Auto zurück zukehren. Sie wurden jedoch von einem Beamten an einem Straßenblock zurückgewiesen, wegen eines Vorkommnisses mit einem „Bewaffneten“. Sie fuhren dann zu Violets Arbeit und nahmen sie mit und kehrten zurück zum Haus von Kenneths Bruder (Anthony). Als sie bei Anthonys Haus waren, guckten sie Fernsehen um zu sehen, ob irgendetwas über das 'Vorkommnis" bekannt gegeben wurde. Zu diesem Zeitpunkt erfuhren Kenneth, Sara, Violet und Anthony, dass Jeremiah sich selbst und drei Offiziere umgebracht hatte. Jeremiah verletzte zudem drei andere während der Schießerei.

Während des tragischen Abends des 12.10.99 sind drei uniformierte Justizbeamte dem Hinterhalt erlegen und im ländlichen Atascosa County in Ausübung ihrer Pflicht getötet worden, dies wurde bekannt als „Atascosa Hinterhalt“. Zwei Beamte und ein Passant wurden außerdem verletzt in dieser unglücklichen Wendung einer Ehe. Der tragische Vorfall erhielt landesweite Aufmerksamkeit in den Medien, unter anderem intensiv im San Antonio Fernsehen, Radio und Zeitungen. Die Schießerei fand nicht weit von San Antonio statt. Wegen der massiven Aufmerksamkeit der Medien wurde das Gerichtsverfahren verlegt nach Karnes County, Texas. Kenneth wurde wegen einer Tat vor Gericht gestellt, bei der er nicht mal anwesend war, über die er kein Wissen darüber hatte und die er mit Sicherheit nicht hätte voraussehen und alleine stoppen können. Das Gerichtsverfahren fand statt im ländlichen Karnes County wo Kenneth angeklagt, für schuldig befunden und zum Tode verurteilt wurde.

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DIE BESCHULDIGUNGEN GEGEN KENNETH

Am 15.10.1999 wurde Kenneth Vodochodsky wegen Verdachtes der Beteiligung an dem Hinterhalt verhaftet. Kenneth wurde am gleichen Tag des dreifachen Kapitalmordes und des zweifachen versuchten Kapitalmordes beschuldigt. Während er sich in Haft befand, wurde er des Kapitalmordes an einem Polizeibeamten angeklagt – Deputy Monse.

Die Anklage beschuldigte Kenneth, „wissentlich“ den Tod von Monse verursacht zu haben, der mit einer Schusswaffe erschossen wurde. Weiterhin beinhaltete die Anklage, dass „der besagte Thomas Monse zu der Zeit ein Friedensoffizier war… der im Sinne der gesetzlichen Erfüllung einer offiziellen Pflicht gehandelt habe, und (Vodochodsky) wusste, dass Thomas Monse ein Friedensoffizier war.“ Vor Gericht wurde die Jury über das „Gesetz der Komplizenhaftung“ informiert. Es wurde ihnen gesagt, Kenneth nach dem Komplizenhaftungsgesetz wegen Mordes als schuldig zu befinden, wenn sie der Meinung sein würden, dass er „mit Absicht Jeremiah Engleton in der Begehung der Straftat des Kapitalmordes förderte oder assistiere und hier und da Jeremiah Engleton aufforderte, ermutigte, führte, half oder versuchte dabei zu helfen, die Straftat zu begehen…“

Das „Gesetz der Komplizenhaftung“, wie bei Kenneth angewandt, sagt aus, dass eine Person strafrechtlich verantwortlich als Teil einer Tat sei, wenn die Tat in Begleitung einer anderen (Jeremiah Engleton) ausgeführt wird. Weiterhin sagt es aus, dass eine Person für die Begleitung eines anderen strafrechtlich verantwortlich ist, wenn vorsätzlich dabei gehandelt wird, jemanden zu unterstützen oder bei der Ausführung einer Tat zu assistieren, die er begeht, zu der er ermutigt, die er leitet, bei der er hilft oder versucht der anderen Person dabei zu helfen, die Tat auszuüben.

Einer der Gründe, warum Kenneth des Mordes angeklagt nach dem „Gesetz der Komplizenhaftung“ wurde, war weil er nicht wirklich jemanden getötet hat! In anderen Worten, Kenneth erhielt die höchste Strafe – TOD – ohne überhaupt jemanden getötet zu haben! Diese einzigartige Anklage ist im Staat von Texas weit verbreitet, um mehr unschuldige Leute in die Todeszelle zu bringen.

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DIE URTEILSAUFHEBUNG

Am 21. April 2004 hat das texanische Berufungsgericht das Todesurteil gegen Kenneth Vodochodsky mit 6:2 Stimmen aufgehoben.

Die Entscheidung des Berufungsgerichtes wurde von Richter Michael Keasler verfasst. Die weiteren 5 Richter, die der Aufhebung zustimmten, waren Richter Paul Womack, Richter Tom Price, Richterin Cheryl Johnson, Richterin Charles Holcomb und Richterin Cathy Cochran. Für eine Aufrechthaltung des Todesurteils stimmten Richter Sharon Keller und Richter Lawrence Meyers.

Im Mittelpunkt stand die Frage, ob die Beweise, die während der Verhandlung der Jury präsentiert wurden, rechtlich und sachlich für eine Verurteilung Kenneth’ ausreichend waren. Das Berufungsgericht vertrat die Ansicht, bei der sachlichen Beweisprüfung, „sehen wir uns alle Beweise vorurteilsfrei an, und heben ein Urteil auf, wenn die Beweise für die Schuld so schwach sind, dass sie das Vertrauen in das Urteil der Jury untergraben.“ Weiter stand darin „bei einer solchen Prüfung werden alle Beweise die der Jury vorlagen von uns überprüft.“

Die sechs Richter, die dafür stimmten, Kenneths Schuldspruch und Todesurteil aufzuheben, waren sich einig, dass „die Beweise für eine Verurteilung nicht ausreichten“.

Sie waren sich darin einig, dass keiner der vorgelegten Beweise notwendigerweise darauf schließen ließ, dass Kenneth vorsätzlich das von Jeremiah Engleton begangene Verbrechen begünstigte oder unterstützte. Sie waren sich ebenfalls einig, dass die Beweislast in diesem Fall zu gering war, um das Urteil der Jury zu stützen, die der Meinung war, Kenneth bestärkte, plante, half oder versuchte Jeremiah Engleton bei der Ausführung des Verbrechens zu helfen.

Die Richter waren sich auch einig, dass es keine weiteren Informationen in der Gerichtsakte gibt, die darauf hinwiesen, dass Kenneth das Verbrechen zusammen mit Jeremiah geplant hatte. Sie kamen sogar zu dem Schluss, dass es Beweise gibt, dass Kenneth nicht an dem Hinterhalt beteiligt war, bei dem drei Polizisten starben: „Es gibt keine Beweise, dass Vodochodsky irgendwelche Handlungen unternommen hat, um Engleton bei der Ausführung seines Planes zu unterstützen. Stattdessen hatte Vodochodsky das Pech, der Freund und Mitbewohner eines Mannes zu sein, der drei Polizisten und sich selbst umbringen wollte.“

Die Richter entschieden deshalb „die Beweise für Vodochodskys Schuld sind so schwach, dass sie unser Vertrauen in die Entscheidung der Jury untergraben. Wir heben Vodochodskys Verurteilung und Strafe auf.

Als Folge dieser Urteilsaufhebung vom 21. April 2004 durch das Berufungsgericht, hat der Staat Texas am 6. Mai 2004 einen Antrag auf erneute Anhörung beim texanischen Berufungsgericht gestellt.

In diesem Antrag führte der Staat Texas verschiedene Rechtsfälle an, weshalb das Berufungsgericht Kenneths Schuldspruch und Todesurteil nicht aufheben sollte/kann. Hauptsächlich versuchte der Staat das Berufungsgericht davon zu überzeugen, Kenneths Schuldspruch und Todesurteil zu bestätigen, anstatt es aufzuheben.

Allerdings sind diese Anträge des Staates an das Berufungsgericht fast nie erfolgreich. Am 15. März 2005 hat das texanische Berufungsgericht den staatlichen Antrag auf erneute Anhörung abgelehnt. Kenneths Verurteilung blieb also weiterhin aufgehoben und die Aufhebung wurde am 11. April 2005 rechtskräftig.

Schließlich wurde Kenneth am 22. April 2005 in ein Bezirksgefängnis verlegt, wo er auf die nächsten Schritte des Staates wartete.

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Dann geschah Folgendes:

Um ein neues Verfahren durchzuführen, musste der Staat neue bzw. zusätzliche Beweise vorlegen. Anderenfalls hätte man Kenneth freilassen müssen. Da es keine neuen / zusätzlichen Beweise gab, entschloss sich der Staat, neue Beweise „anzufertigen“, um Kenneth hinter Gittern zu halten.

Diese neuen Beweise bestanden aus zwei neuen Zeugen. Aus unerklärlichen Gründen hatten sich diese beiden Zeugen nicht bereits vor vielen Jahren, zum Zeitpunkt des Verbrechens gemeldet.

Es ist hoch interessant, dass diese neuen Zeugen sich jetzt erst, nach so vielen Jahren, entschieden haben, auszusagen – zu einem Zeitpunkt - an dem der Staat verzweifelt versuchte, neue / zusätzliche Beweise für ein neues Verfahren zu finden.

Noch interessanter ist es, dass einer dieser Zeugen, Pedro Garcia, zufällig ein wirklich guter Freund des staatlichen Ermittlungsbeamten ist.

Pedro Garcia gab an, er habe Kenneth und Jeremiah nur Stunden vor den Schüssen in einem Lebensmittelladen getroffen. Er gab weiter an, Jeremiah habe ihm erzählt, er plane „ein paar Schweine zu erschießen“. Nachdem dieser Zeuge von der Schießerei in den Nachrichten gehört hatte, nahm er also an, Jeremiah habe über Polizeibeamte und nicht über „Schweine“ geredet. Er gab weiter an, er hätte Angst um seine Familie gehabt und deshalb nicht schon vor Jahren ausgesagt. Er sei außerdem der Meinung gewesen, der Staat habe seine Aussage nicht gebraucht. Nachdem er aber in den Nachrichten gehört habe, Kenneth sei nicht länger in der Todeszelle und könne möglicherweise sogar entlassen werden, weil der Staat keine ausreichenden Beweise habe, habe er sich entschieden auszusagen.

Plötzlich hatte also Pedro Garcia keine Angst mehr um seine Familie und dachte seine Aussage sei wichtig?! Wie kommt das?! Weil er lügt. Sein guter Freund, der Ermittler des Staates, arbeitete mit ihm an seiner Aussage, damit Kenneth eingesperrt bleibt! Pedro Garcia’s gesamte Aussage war so konstruiert, dass die bislang unzureichenden Beweise des Staates gestärkt und sie gegen Kenneth verwendet werden konnten.

Die zweite neue Zeugin, Shirley Brewster, behauptete mit Jeremiah vor vielen Jahren auf das College gegangen zu sein. Sie gab an, Jeremiah habe einmal mit ihr darüber gesprochen, er plane Polizeibeamte umzubringen. Wenn das der Wahrheit entspricht, warum hat sie dann niemandem davon erzählt?! Warum hat sie dann erst Jahre nach dem was angeblich gesagt wurde, auch passiert ist, ausgesagt?! Wenn man ihre Aussage bewertet, kommt man zu dem Ergebnis, dass auch diese Aussage konstruiert wurde. Sie lieferte auch keine Begründung, warum sie nicht schon vor Jahren ausgesagt hat.

Da der Staat, wenn auch auf betrügerische Weise, neue/zusätzliche Beweise konstruiert hatte, konnte er auch die alten Beweise, die vom texanischen Berufungsgericht als nicht ausreichend angesehen wurden, erneut verwenden.

Kenneths Unschuld sollte Grund genug sein, dagegen anzukämpfen. Da sich Kenneth aber keinen eigenen Anwalt leisten konnte, bekam er einen staatlichen Pflichtverteidiger… Leider denselben Pflichtverteidiger, der Kenneth auch schon in seiner ersten Verhandlung vertreten hatte und ihn letztendlich in den Todestrakt gebracht hatte. Es ist also offensichtlich, dass die Qualifikation oder Kompetenz dieses Verteidigers für einen solchen Fall nicht ausreichte.

Man muss sich nur anschauen, was dieser Anwalt seit Kenneths Verlegung zurück in das Bezirksgefängnis erreicht hat… Nichts! Kenneths Pflichtverteidiger hat nichts getan, damit Kenneth seine Freiheit wieder erlangt. Das einzige was dieser Pflichtverteidiger getan hat, war Kenneth zu einem Handel zu drängen. Er behauptete keine Jury wurde Kenneth für unschuldig befinden wegen der Schwere des Verbrechens, bei dem drei Polizeibeamte getötet wurden. Er behauptete es sei unwichtig wie schwach oder unzureichend die Beweise gegen Kenneth seien, dieser Fall sei nicht zu gewinnen…

Kenneth beantragte beim Richter eine Überprüfung des Falles und einen neuen Pflichtverteidiger, der bereit ist für seine Freiheit zu kämpfen. Der Richter lehnte diesen Antrag jedoch ab, und wies Kenneths Pflichtverteidiger lediglich an, besser für und mit Kenneth zu arbeiten.

Nun musste Kenneth eine wichtige Entscheidung treffen. Er hatte nur zwei Möglichkeiten: Ein zweites Gerichtsverfahren mit konstruierten Beweisen und einem inkompetenten Verteidiger; oder ein Handel mit dem Staat mit einer 30jährigen Haftstrafe….

Ein zweites Gerichtsverfahren konnte für Kenneth entweder einen Freispruch bedeuten, oder einen erneuten Schuldspruch und eine lebenslängliche Freiheitsstrafe (mindestens 40 Jahre bevor die Möglichkeit einer Bewährung besteht).

Die 30jährige Haftstrafe bedeutet für Kenneth, dass er mindestens 15 Jahre verbüßen muss, bevor er einen Bewährungsantrag stellen kann. Da er aber seit 1999 inhaftiert ist, könnte er 2014 auf Bewährung freikommen. Das ist immerhin nicht so weit weg.

Nach Abwägung der Fakten, dass der Pflichtverteidiger völlig inkompetent war und sich nicht für seine Freiheit einsetzte, weiterhin der Staat gefälschte Beweise vorlegte und vor nichts zurückschreckte, um Kenneth hinter Gittern zu halten, entschied Kenneth es sei das Beste für ihn, auf den Handel mit der 30jährigen Haftstrafe einzugehen. So hat er zumindest die Chance, in absehbarer Zeit wieder in Freiheit zu gelangen (im Vergleich mit einer lebenslänglichen Haftstrafe oder der Todesstrafe, die er vorher hatte).

Kenneth sitzt jetzt seine 30jährige Haftstrafe ab…aber dies ist noch nicht das Ende! Kenneth kann immer noch in Berufung gehen und sogar eine Reduzierung der Haftstrafe erreichen. Dazu müsste Kenneth aber den Antrag auf Berufung selber stellen oder einen Anwalt beauftragen….

Da Kenneths Rechtskenntnisse nicht ausreichen, um den Berufungsantrag selbst zu stellen, und er es sich nicht leisten kann, einen Anwalt zu beauftragen, bitten Kenneths Familie und Freunde um Spenden für Anwaltskosten und die Kosten für einen privaten Ermittler. Jeder der gerne helfen möchte, kann sich an die angegebene Kontaktadresse wenden. Vielen Dank für Ihre Zeit und Hilfe.

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DIE ZWEI ZEITLINIEN DES 12. OKTOBER 1999

FUNK ÜBERTRAGUNG KENNETHS TATSÄCHLICHER AUFENTHALT/ALIBI
1) 20.07 Uhr..…Notruf ausgeführt von Jeremiah von seinem Grundstück aus 1) 20.07 - 20.20 Uhr…..Kenneth schließt sein Auto kurz und bricht auf, um zum Stop&Go zu gelangen
2) 20.13 Uhr…..Deputys Monse und Stephenson wurden losgeschickt 2) 20.20 - 20.28 Uhr…..Kenneth fährt zum Stop&Go in Pleasanton (ca. 8 Minuten vom Wohnmobil entfernt).
3) 20.28 Uhr…..Deputy Monse kommt bei Jeremiahs Grundstück an 3) 20.28 - 20.35 Uhr…..Kenneth ist im Stop&Go, kauft Zigaretten und ein Getränk (er wartete in der Schlange hinter 4 Kunden)
4) 20.30 Uhr…..Deputy Stephenson kommt bei Jeremiahs Grundstück an 4) 20.36 Uhr…………Kenneth verlässt Stop&Go und macht sich auf den Weg zu dem Haus seines Bruders in Poteet
5) 20.31 Uhr…..Offenes Mikrofon (10-33, „Ich bin getroffen.“ Notruf von Deptuy Stephenson) 5) 20.36 - 20.54 Uhr…..Kenneth fährt nach Poteet wo sein Bruder Anthony lebt (man braucht ca. 18 Minuten vom Stop&Go aus).
6) 20.37 Uhr…..DPS Trooper Miller wird zu Jeremiahs Grundstück losgeschickt 6) 20.55 Uhr……….Kenneth kommt beim Haus seines Bruders an
7) 20.51 Uhr…..DPS Trooper Miller kommt bei Jeremiahs Grundstück an 7) 21.05 Uhr……….Kenneths Bruder Anthony kommt vom Dairy Queen zurück
8) 20.52 Uhr…..DPS Trooper Miller funkt: “Beamter ist gefallen 8) 21.05 - 21.30 Uhr….Kenneth ist im Haus seines Bruders und redet mit Sara Lopez über Jeremiahs Selbstmord-Drohung
9) 20.56 Uhr…..Officer Tudyk kommt bei Jeremiahs Grundstück an 9) 21.30 - 22.20 Uhr…Kenneth ist immer noch im Haus seines Bruders. Sara Lopez geht die Straße runter zum Haus von Anthonys Schwiegereltern, um Violet anzurufen und ihr von Jeremiahs Selbstmord-Drohung zu erzählen. Kenneth und Sara bringen ihre Kinder ins Bett und fragen Anthony, auf sie aufzupassen während sie zum Wohnmobil fahren.
10) 20.58 Uhr…..Funkübertragung von Officer Tudyk: “Ich bin getroffen“ 10) 20.22 Uhr…..Kenneth und Sara machen sich auf den Weg zu Jeremiahs Grundstück
11) 22.47 Uhr…Ein Paar wird gemeldet an der Straßensperre 2-3 Meilen von Jeremiahs Grundstück entfernt. 11) 20.47 Uhr…..Kenneth und Sara kommen an der Straßensperre an, im Versuch zu Jeremiahs Grundstück zu gelangen. Sie werden weggeschickt.

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STOP & GO ALIBI

Während den Vorbereitungen von Kenneths Verteidigung gab er seinem führendem Prozessanwalt Informationen darüber, dass, nachdem er Jeremiahs Grundstück in der Nacht des 12.10.99 um 20:10 SOFORT NACH JEREMIAHS Notruf verlassen habe, er direkt zum „Stop&Go“ Geschäft an der 1318 N. Second Street in Pleasanton, TX, gefahren sei. Dort kaufte er ein Getränk und eine Packung Zigaretten von der Verkäuferin, die er von vorherigen Stopps wieder erkannte. Diese Verkäuferin hat nicht in Kenneth Verfahren ausgesagt… In aller Ehrlichkeit, Kenneth weiß nicht, ob sein Prozessanwalt jemals versucht hat, sie ausfindig zu machen, und versucht hat sie zu befragen um festzustellen, ob sie sich erinnern konnte, Kenneth in der Nacht des 12.10.99 Artikel verkauft zu haben.

Die Staatsaussage/der Staatsfall gründet sich auf einen Nachbar, Herrn Hutton, der in der Nähe des Wohnmobils irgendwann nach 20 Uhr gefahren ist (grob zwischen 20:28 -20:33 Uhr), er fuhr auf der Kreuzung in der Nähe des Wohnmobils, beobachtete die zwei Streifenwagen, offene Türen und Scheinwerfer, die auf den Wohnwagen leuchteten. Hutton bemerkte zudem ein Licht, welches auf dem Dach flackerte. Dies ist wichtig sich zu merken, da es die Basis des Staatsfalles bildet oder der Theorie eines zweiten Schützens, der Kenneth gewesen sein soll. Dies wird bewiesen werden als ein Fakt, DER NICHT WAHR IST.

DER STAAT hat eine solche Aussage benutzt, um die Jury irrezuführen, damit sie denken, dass möglicherweise jemand wie Kenneth auf dem Dach war. INFORMATIONEN von der Verkäuferin, wenn untersucht und bestätigt, könnten Kenneth eine glaubhafte Aussage in der juristischen Verteidigung des Alibis geliefert haben. Wenn den Jurymitgliedern eine Aussage geliefert worden waäre, dass Kenneth zwischen 20:20 und 20:35 in einem Geschäft gewesen ist, als der Hinterhalt begann, von einem neutralen, absolut nicht wissenden, unschuldigen Zeugen – der Stop&Go Verkäuferin – dann wäre die Jury geneigt gewesen zu glauben, dass Kenneth physisch nicht hätte an zwei Orten gleichzeitig sein können. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass die Jury die Staatstheorie geglaubt hätte, nämlich dass Kenneth auf dem Dach des Wohnwagens in dieser Nacht gewesen ist. Dies setzt natürlich voraus, dass überhaupt jemand in dieser Nacht auf dem Dach war – was niemals vom Staat bewiesen worden ist!

Die Theorie des Staates besagt, dass sich am 12.10.99 ein zweiter Schütze von ca. 20:25 bis 20:33 auf dem Dach befand. Der Staat beschuldigte Kenneth, der zweite Schütze gewesen zu sein, der Jeremiah dabei geholfen hat, die Deputys Monse und Stephenson zu erschießen, die ersten beiden dort ankommenden Beamten, die um 20:28 und 20:30 eintrafen. All dies wird im folgenden angesprochen, tatsächliche Untersuchungen der wahren Vorkommnisse, und es wird klar werden , dass Kenneth tatsächlich unschuldig ist, einfach, weil er beim Stop&Go war, als all dies stattfand. Kenneth führt an, dass ihm fatal geschadet wurde durch das Versagen seiner Prozessanwälte, vollständige Untersuchungen durchzuführen und eine ehrliche rechtskräftige Verteidigung vorzubereiten… und nun sitzt er heute in der Todeszelle als ein direktes Ergebnis dieses Fehlers – und die folgende Manipulation der Fakten, die wir aufzeigen… und seine Unschuld beweisen werden.

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Dachschützen-Theorie des Staates

Während der anfänglichen Untersuchungen zwischen dem 12.10.1999 und dem 20.10.1999 ersannen der örtliche Sheriff und seine Stellvertreter eine Theorie, eine völlige Spekulation, die ihnen den Weg öffnete, ihren Finger auf Jeremiahs langjährigen Freund und Zimmerkameraden – der, wie sie herausfanden, anwesend war, als der 911 Anruf getätigt wurde – Kenneth Vodochodsky, zu zeigen. Als diese Hilfssheriffs die örtlichen Nachbarn befragten, die alle Aussagen machten, wurde es ersichtlich, dass Kenneth da gewesen war und dann gegangen ist. Wie Sie gelesen haben, versuchte er zurückzukommen und Jeremiah mit Saras Hilfe zu stoppen. Während dieser Untersuchungen erdachte Hilfssheriff Soward die Theorie, dass Kenneth ein zweiter Schütze auf dem Dach des Wohnwagens in der Nacht zwischen 20:25 Uhr und 20:33 Uhr war, die Nacht, als die zwei ersten Polizisten Monse und Stephenson ankamen und niedergeschossen wurden. Die Theorie basiert auf „Pseudowissenschaft“, die dazu dient, durchschnittliche Menschen wie Sie und ich oder jeder andere, der sich nicht mit den Untersuchungstaktiken der Gesetzeshüter auskennt, zu verwirren. Ein Versuch festzustellen, ob irgend einer dieser tödlichen Schüsse von einem separaten Ort abgefeuert wurde, gegenüberliegend von wo Jeremiah von der anderen Straßenseite aus schoss. Tatsächlich lag Jeremiah wartend auf der anderen Straßenseite im Gebüsch und lauerte den Polizisten auf, als sie ankamen – Kenneth war schon lange gegangen und im „Stop&Go“, als dies passierte.

Der schwache Punkt und die Falschheit des Falles und der Beweise des Staates, umfassen Spekulationen und Annahmen, dass jemand (vielleicht Kenneth) auf dem Dach war, um Jeremiah zu helfen. Ein Nachbar, Mr. Hutton, sagte aus, er habe gesehen – für ungefähr 45 Sekunden – wie sich etwas, was er für eine Taschenlampe oder Licht halten würde, auf der blinden Seite des Daches bewegte. Er sah KEINE Silhouette auf dem Dach, und er sah KEINE Person... Das passierte, als er herbeifuhr, nachdem die ersten zwei Hilfssheriffs kamen um 20:28 Uhr und um 20:30 Uhr am 12.10.1999 an (siehe Zeitschema). Hutton fuhr herbei, nachdem er die ersten Schüsse hörte. Wie Kenneths Prozessanwalt im Prozess anführte; Deputy Soward sagte auch in Berichten aus, dass jemand in dieser Nacht auf dem Dach war. Es stellte sich heraus, nicht mehr gewesen zu sein als Schatten von Motten, die um einen Lichtmast flogen, der hinter dem Wohnwagen stand. Huttons Aussage mit der Annahme zu verbinden, dass Kenneth auf dem Dach war, würde Schuld durch absolute Spekulation bedeuten... und das ist genau das, was passiert ist.

Um die Theorie weiterhin zu stützen, unternahm der Staat den kläglichen Versuch, die Theorie durch die Durchführung eines „SCHLAGTESTS“ zu unterstützen. Dies ist ein theoretischer Test, bei dem Hülsen vom Daumen geschnipst werden, während man auf dem Dach des Wohnwagens steht, um zu sehen, wo sie landen. Diese Pseudowissenschaft ist in gar keinem Fall jemals räumlich vergleichbar mit dem eigentlichen Weg einer Handfeuerwaffe, die ein Hülse ausstößt. Erstens, der Schlagtest ist kein Test, der wissenschaftlich unter forensischen Wissenschaftlern anerkannt ist. Zweitens, der Schlagtest wurde noch nicht einmal mit der richtigen Munition durchgeführt, die aus Waffen geschossen wurde, die .380 oder 9 mm Gehäuse ausstoßen. Drittens, der Staat bot KEINE BEWEISE, dass Kenneth auf dem Dach war oder dass das Hülsenmuster nicht von jemandem vom Boden aus produziert werden konnte (wie von Jeremiah). Von größter Wichtigkeit, die Waffen, die diese Hülsen abfeuerten, (angenommen, dass sie in dieser Nacht abgefeuert wurden), diese zwei Waffen wurden neben Jeremiahs Leiche gefunden, nachdem er sich sein Leben genommen hatte, als die Polizisten näher kamen.

Der ganze Fall des Staates gegen Kenneth basierte auf kreierten Annahmen, und die Zeugen des Staates, die diese Behauptungen unterstützen, unterstützen auch Kenneths Alibi...

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Aussagen der Zeugen des Staates

Aussage - Herr Hutton:

Im Prozess hatte Hutton ausgesagt, dass er, nachdem er die Schüsse gehört hatte, an Jeremiahs Heim zwischen 20:28 Uhr und 20:33 Uhr vorbeifuhr und zwei Polizeiautos am Wohnwagen sah und ein Licht auf der blinden Seite des Daches. Was wichtig ist, ist, dass Huttons Beobachtungen nur 45 Sekunden dauerten und er niemals eine Person auf dem Dach sah. Das war von Bedeutung für den Fall des Staates, weil ihr Fall ausschließlich auf Huttons Annahmen, dass er ein Licht auf dem Dach sah, basierte. Was auch wichtig ist, ist Huttons Aussage, dass die EINZIGEN Autos, die er am Wohnwagen gesehen hatte, die zwei Polizeiautos waren. Hutton sagte auch aus, dass dort keine anderen Fahrzeuge in dieser Gegend fuhren, noch war irgend ein Fahrzeug auf den Straßen rund herum geparkt.

Aussage - Herr Gorman:

Im Prozess sagte ein anderer Nachbar, Herr Gorman, aus, dass er an diesem Tag (12.10.1999) mehrere Male am Wohnwagen vorbei gefahren war. Gorman sah tatsächlich irgendwann nach 20:20 Uhr (während er nach Hause fuhr) ein Auto mit hoher Geschwindigkeit näher kommen, das zu Jeremiahs Wohnwagen fuhr; das Auto hatte außerdem eine Lichtschiene oben drauf. Gorman sah dann eine Tür sich öffnen und sah ein Bein aus dem Auto steigen. Gorman bemerkte, dass Jeremiahs blauer Monte Carlo noch immer hinter einigen Bäumen geparkt stand, wo er es schon vorher gesehen hatte, ABER GORMAN HATTE NICHT GESEHEN, DASS KENNETHS AUTO NOCH IMMER DORT PARKTE (wie er es genau dort, vor dem Wohnwagen, den ganzen Tag gesehen hatte). Es ist wichtig, sich zu merken, dass die Batterie leer war... Bevor er sein Haus erreichte, nahm Gorman ein zweites Polizeiauto wahr, das vor der Wohnwagentür ankam. Dann stieg Gorman an seinem Haus aus seinem Truck und hörte mehrere schnelle Schüsse. ZWANZIG MINUTEN SPÄTER HÖRTE ER SCHÜSSE AUS EINER PISTOLE. Dies sollten die Schüsse gewesen sein, die von Jeremiah in den Kopf der beiden Polizisten abgefeuert wurden, schnurgerade...

AUSSAGE - DR. DIMAIO:

Dr. DiMaio ist ein Gerichtsmediziner des Staates Texas. Er ist derjenige, der die Autopsie an den drei verstorbenen Polizisten und Jeremiah Engleton vorgenommen und überwacht hat. Dr. DiMaio sagte aus, das die Polizisten Monse und Stephenson aus großer Entfernung erschossen wurden, was mit Jeremiah, der von der anderen Straßenseite schoss, übereinstimmt. Dr. DiMaio sagte auch aus, dass, nachdem die Polizisten Monse und Stephenson aus großer Entfernung mit einer 9 mm Waffe erschossen wurden, sie lagen auf dem Boden. Er sagte weiterhin aus und bewies seine Expertenmeinung, dass aufgrund der Feststellung von Schießpulver-Rückständen und Verbrennungen um die Kopfwunden herum, die 9mm Pistolenkugel aus einer Distanz von 7,5 – 15,5 cm und weniger als 61 cm abgefeuert wurde. (ES IST WICHTIG DARAN ZU DENKEN, DASS DIES DIE SCHÜSSE SIND; FÜR DIE KENNETH BESCHULDIGT WIRD, SIE VOM DACH ABGESCHOSSEN ZU HABEN)... Der eigene Experte für den Staat widerlegt diese Theorie, EIN GERICHTSMEDIZINER DES STAATES TEXAS!

AUSSAGE - RANGER MARTIN:

Texas Ranger Martin war einer der Untersuchungsbeamten in diesem Fall. An einem Punkt des Prozesses sagte Ranger Martin zu einer Aussage, die in einer vereidigten Erklärung steht, die er am 11. September 2000 abgegeben hatte, aus – beinahe ein Jahr, nachdem die Straftat stattgefunden hatte. Ranger Martin gab an: „...Jeremiah Engleton war der Verantwortliche für den Mord an den beiden Polizisten und dem Staatspolizisten...“ Und als er vom Staat befragt wurde, was JEREMIAH Engleton tat, nachdem er die Polizisten Monses und Stephenson aus der Entfernung erschossen hatte, antwortete Ranger Martin: „Er ging auf die Körper der Polizisten zu, wo sie lagen und feuerte Löcher in ihren Kopf mit der 9mm Ruger Pistole... aus sehr kurzer Distanz.“ Behalten Sie in ihrem Gedächtnis, dass der Staat Kenneth beschuldigt, den beiden Polizisten Monse und Stephensen mit der 9 mm Pistole vom Dach des Wohnwagens aus in den Kopf geschossen zu haben, dennoch sagte Ranger Martin anderes aus. Die Theorie des Staates widerlegend, sagte Ranger Martin weiterhin aus, dass von den Beweisen, die während seiner Tatortuntersuchung aufgesammelt wurden, KEINER der Beweise Kenneth mit der Straftat in Zusammenhang bringt.

AUSSAGE - HERR GARZA:

Ein anderer Nachbar, Herr Garza, sagte aus, dass er gesehen hat, wie Kenneth Jeremiahs blauen Monte Carlo vor Kenneths Auto bewegte, zwischen 20 Uhr und 20:15 Uhr in jener Nacht. Dann kehrte er in sein Haus zurück, um zu duschen. Als er einige Zeit später wieder raus ging, bemerkte er einige Polizeiautos, Blaulichter an und sah einen Lastwagen, auf den gefeuert wurde. Er hatte Kenneth oder sein Auto nirgendwo gesehen.

AUSSAGE - HERR ESSARY:

Essary sagte aus, dass er Kenneth und Jeremiah mehrere Male an diesem Tag beobachtet hat. Auf seinem Weg zurück zum Haus, vorbei an Jeremiahs Wohnwagen irgendwann nach 20:15 Uhr, beobachtete Essary zwei Polizeiautos an Jeremiahs Wohnwagen. Essary sagte aus, dass Kenneth und sein Auto weg zu sein schienen. Essary sagte aus, dass Kenneth keine Details dieses Vorfalls kennen könne, weil Kenneth vor Essary gegangen war, der um 20:15 Uhr ankam.

AUSSAGE - HERR SANCHEZ:

Ein anderer Nachbar, Herr Sanchez, sagte aus, dass er nach draußen ging, weil er Schüsse gehört hatte und von seiner Frau erfahren hatte, dass zwei Polizeiautos vor Jeremiahs Heim standen. Das war um 20:30 Uhr. Sanchez sah Kenneth oder seinen Wagen nicht am Wohnwagen.

AUSSAGE - HERR PARKER:

Herr Charles Parker, ein Kriminalist des Texas Department für Öffentliche Sicherheit, sammelte und untersuchte etwa 221 Beweisstücke vom Tatort auf Übereinstimmungen der Fingerabdrücke. Herr Parker sagte aus, dass es KEINE Übereinstimmung von Fingerabdrücken, von irgendeinem der Beweise, die gesammelt und untersucht wurden, mit Kenneth gab.

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DER DAUMEN-TEST DES STAATES ZUR UNTERSTÜTZUNG DER DACHSCHÜTZEN-THEORIE

Im Folgenden ein Diagramm des "Daumentests":

Hinweis: Das Diagramm wurde mit Hilfe von Prozessunterlagen und Tatortfotos erstellt.

Während der schuldig/unschuldig Phase von Kenneths Prozess sagte der Polizist David Soward über einen Test oder ein Verfahren, das während der Untersuchungen an Jeremiahs Wohnwagen eingesetzt wurde, aus. Deputy Soward nannte das Verfahren einen „Daumentest“. Dieser Test wurde ausgeführt, um festzustellen, ob jemand in der Nacht des Hinterhalts vom Dach von Jeremiahs Wohnwagen geschossen hatte.

Es gab eine beträchtliche Menge von Patronenhülsen, die über den Boden im Umkreis des Wohnwagens verstreut waren, und diese Hülsen wurden während der Untersuchungen, unmittelbar nach dem Überfall aus dem Hinterhalt, entdeckt. Es sollte beachtet werden, dass einige dieser benutzten oder leeren Hülsen aussahen, als ob sie vor langer Zeit abgefeuert wurden; einige mattiert, andere frischer. Deputy Soward sagte aus, dass der Daumentest einschloss, dass jemand mit leeren/gebrauchten Hülsen auf das Dach des Wohnwagens kletterte, sich auf dem Dach hinhockte, und Hüllen in die Luft „schnippte“, eine nach der anderen, einen Daumen benutzend und beobachtet, wie sie auf dem Dach des Wohnwagens landeten und davon auf die Erde runter rollten. Deputy Soward sagte aus, dass das Schlagen der Hülsen das Ausstoßmuster bestimmter Waffenarten, von denen die Untersuchungsbeamten glaubten, dass sie bei dem Überfall aus dem Hinterhalt benutzt wurden, simuliert. Das Ziel war augenscheinlich festzustellen, ob jemand in dieser Nacht eine Waffe vom Dach aus abgefeuert hatte.

Der rechtliche Test zur Feststellung, ob beantragte wissenschaftliche Beweise als Beweise zugelassen werden sollen, die der Jury vorgelegt werden, ist enthalten in den TEXAS BEWEISRICHTLINIEN – RICHTLINIE 702. Richtlinie 702 ist eine Richtlinie, die vorbringt, dass wissenschaftliche Beweise überzeugend sein müssen, um die ZULÄSSIGKEIT IHRER TESTS, THEORIEN, VERFAHREN, ETC zu erringen... Es ist die Verpflichtung des Prozessgerichts unter Richtlinie 702 festzustellen, in Abwesenheit der Jury, ob diese wissenschaftlichen Aussagen oder Beweise „ZUVERLÄSSIG“, RELEVANT UND VON HILFE für die Jury in Bezug auf Verständnis oder Feststellung der Fakten sind. Der Staat muss dem Gericht durch klare und überzeugende Beweise aufzeigen, dass die Tests zuverlässig und wissenschaftlich sind. Der unmittelbare Zweck der Richtlinie 702 ist festzustellen, dass die wissenschaftliche Rechtsgültigkeit vorliegt, bevor erlaubt wird, dass die Beweise von den Geschworenen gesehen werden. DER PROZESSRICHTER DARF KEINE PSEUDOWISSENSCHAFT ZULASSEN oder Aussagen, die sich als solche herausstellen sowie auch Theorien, die nicht wissenschaftlich bewiesen und zuverlässig sind.

Solche Aussagen hätten nie vor Kennths Jury erlaubt werden sollen, da Deputy Soward bezeugte, dass es keinen anerkannten Bericht über den „Daumentest“ gab, und dass er keinen anderen Experten kenne, der sich damit beschäftigte. Deputy Soward wusste von keinen veröffentlichten oder gedruckten Versuchswerten, die die Zuverlässigkeit des Tests unterstützen würden, oder wie hoch die Anzahl der Fehler waren.

Kenneth macht geltend, dass der sogenannte „Daumentest“, der in diesem Fall angewendet wurde, und UNGLAUBLICHERWEISE VOR DER JURY ALS BEWEIS ZUGELASSEN WURDE, höchst subjektiv ist, ohne Basis in der Wissenschaft und in einer Ziel orientierten Art eingesetzt wurde, um eine vorgefasste Schlussfolgerung zu produzieren. Es ist ein halb-garer Test, zusammengestellt in der Hoffnung, eine Theorie weiterzuführen, dass jemand in dieser Nacht vom Dach aus geschossen hat. Der Schlagtest ist beinahe komisch, abgesehen davon dass er in einem Kapitalmordprozess missbraucht wurde, um einen unschuldigen Mann – Kenneth – in die Todeszelle zu schicken.

Was noch viel unglaublicher ist, ist, dass der Staat Kenneths Anwälte während des Prozesses damit überraschte und sie angelogen hat, man habe das gerade erst entdeckt, aber nach vielen Nachforschungen fand man heraus, dass die Theorie nur Tage nach dem Überfall entstanden ist.

Das Prozessgericht missbrauchte seine Ermessensfreiheit mit der Zulassung des Daumentests als Beweismittel, um vom Staat genutzt werden zu können, um die Theorie zu unterstützen, dass da ein Schütze auf dem Dach war gegen 20:33 Uhr, als Mr. Hutton angab, eine Taschenlampe auf dem Dach leuchten gesehen zu haben. Der Schlagtest ist kein zuverlässiger wissenschaftlicher Standard. Der Daumentest ist der Typ von „Junk Science“ (Pseudowissenschaft) für die die Richtlinie 702 geschaffen wurde, um sie außerhalb der Erwägungen der Jury zu lassen. Der Beweis des Daumentests wurde sicherlich von der Jury beim Fällen ihres Schuldspruches erwogen. Am wichtigsten ist, dass es KEINEN BEWEIS in diesem Prozess gibt, dass Kenneth als Schütze auf dem Dach teilgenommen hat, oder das Kenneth überhaupt teilgenommen hat.

Kenneth selber glaubt, dass er als Sündenbock benutzt wurde. Jemand musste für dieses Verbrechen bezahlen. Die Person, die sie eigentlich begangen hatte, brachte sich selber um. Also warum nicht Kenneth für dieses Verbrechen anklagen – Jermiahs besten Freund und Mitbewohner – und die Gemeinschaft damit zufrieden zu stellen, die nur diesen Fall gelöst haben wollte, jedoch keine Ahnung von der Korruption hatte, die hinter den Kulissen mit den Staatsanwälten stattfand, um sicher zu stellen, dass sie einen Schuldspruch erhalten und in den Medien und der Gemeinschaft wie Helden aussehen. So haben sie einen unschuldigen Mann (Kenneth) in die Todeszelle geschickt ...mit Theorien und Spekulationen, Wut, Ignoranz, Rassismus, Korruption und Politik...

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SCHLUSSWORTE – VON KENNETH

Ich möchte allen danken, die sich Zeit genommen haben, dies zu lesen. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass bei der Auseinandersetzung mit einer Situation wie dieser... man völlig offen für die Wahrheit bleiben muss, ganz egal wie weithergeholt oder hart es klingen mag. Wahrheit ändert sich nicht, egal ob sie von der Mehrheit der Menschen geglaubt wird oder nicht. Panik könnte sie verstimmen; Ignoranz könnte sie verhöhnen; Arglist könnte sie verdrehen; aber sie ist da...

Ich möchte auch sagen, dass obwohl ich nur einen kleinen Teil meiner Wirklichkeit mit Euch teile, glaubt mir, ich habe noch viel mehr. Ich möchte außerdem sagen, dass von dem, was ich erlebt habe und was ich andere erleben gesehen habe – eingesperrt und in den Todestrakt geschickt zu werden, für Verbrechen, die man nicht begangen hat – das amerikanische Rechtssystem nichts mit Gerechtigkeit zu tun hat, es handelt von Staatsanwälten, die tun, was immer sie können, um einen Schuldspruch zu erreichen und zu halten! Sogar wenn das bedeutet, sich außerhalb des Gesetzes zu bewegen und einen unschuldigen Mann in die Todeszelle zu schicken! Ich bete dafür, dass diejenigen von Euch, die sich Zeit genommen haben, um dies zu lesen, etwas finden, das Euch die Augen öffnet, wenn auch nur ein bisschen, und das Ihr erkennt, dass es unschuldige Männer und Frauen im Todestrakt und im Gefängnis gibt, aufgrund von Korruptionen im amerikanischen Rechtssystem.

Noch einmal, vielen Dank für Ihre Zeit! Beste Wünsche & viel Segen

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Kontakt

www.myspace.com/vodsky1980 

Sie können eine email an Kenneth schreiben und wir drucken sie ihm aus und senden sie ihm zu. Bitte geben Sie Ihre Postadresse an, damit Kenneth Ihnen antworten kann. Er selbst hat keinen Zugang zu einem Computer, so dass wir ihm die emails ausdrucken und zuschicken.

kenneth.vodochodsky(at)alive-gegen-todesstrafe.de

Ein E-Mail direkt an Kenneth können Sie über jpay senden: www.jpay.com

Kontakt zu Kenneths Familie

Annette Vodochodsky
1284 County Road 304
Floresville, TX 78114
U.S.A.

bodievod(at)aol.com

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Foto: 2002 im Todestrakt

Zur Person

Geboren am:
16.08.1980

Inhaftiert seit:
15. Oktober 1999

(Im Todestrakt von 2001 - 2006)

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Kontakt

 

Kenneth Vodochodsky
# 1362329 / Pack I Unit
2400 Wallace Pack Rd.
Navasota, TX 77868
USA

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