
Fallzusammenfassung
Die Beschuldigungen gegen Kenneth
Die Urteilsaufhebung
Dann geschah Folgendes
Die zwei Zeitlinien des 12. Oktober 1999
Stop & Go Alibi
Dachschützen-Theorie des Staates
Aussagen der Zeugen des Staates
Der Daumen-Test des Staates
Schlussworte von Kenneth
Kontakt zu Kenneths Familie
Viele Grüße und die besten Wünsche an alle, die sich die Zeit nehmen, dies zu lesen.
Ein persönliches Profil von Kenneth finden Sie unter:
Irgendwann in den späten Abendstunden des
11.10.99 und den frühen Morgenstunden des 12.10.99, wurde ein
schwarzer Mann Anfang Zwanzig, Jeremiah Engleton, in seinem Zuhause,
das er mit seiner Frau Violet Engleton teilte, verhaftet. Zusammen
mit den Engletons wohnten auch Kenneth Vodochodsky und seine
Freundin, Sara Lopez. Auch Kinder lebten in dem Haus. Jeremiah und
Kenneth waren seit der Kindheit befreundet. Violet und Sara sind
Schwestern. Das Zuhause, in dem Jeremiah verhaftet wurde, war ein
Wohnmobil im ländlichen Atascosa County. Jeremiah Engleton wurde
dafür verhaftet, dass er Violet schlug, und ihr Leben bedrohte.
Violet rief den Sheriff und Deputy Thomas Monse nahm den Anruf wegen
familiärer Gewalt vom Wohnmobil in den frühen Morgenstunden des
12.10.99 entgegen.
Gerichtsaussagen zeigen auf, dass Deputy Monse Jeremiah erlaubt hat,
Kenneth $ 1000 für eine Kaution zu geben. Die Ehe von Jeremiah und
Violet war angespannt, seit Violet eine kurze Affäre mit einem
anderen Mann einige Monate vorher zugegeben hatte.
Jeremiah war im Gefängnis für einen Tag (12.10.99). Währenddessen
war Jeremiahs Frau Violet dabei, einen Unterlassungsbefehl gegen ihn
zu bekommen, sie zog aus dem Wohnmobil aus und suchte eine
Unterkunft für sich selbst und die gemeinsame Tochter des Paares.
Den ganzen Tag des 12.10.99 pendelte Violet in der Gegend umher,
besuchte ihren Arbeitsplatz, ein Krisencenter, einen Wohnungskomplex
mit freiem Wohnraum und das Wohnhaus von Annette Vodochodsky
(Kenneth Mutter). Am 12.10.99 war Violet dabei, ihr Leben, ihre
Tochter und persönlichen Besitz von Jeremiah zu distanzieren,
welcher sie in der Nacht zuvor physisch angegriffen hatte. Dies war
nicht das erste mal, dass Jeremiah sie in den letzten Monaten
angegriffen hatte.
Als Jeremiah nach Hause zurückkehrte, war Violet weg. Jeremiah
verbrachte viel Zeit am Nachmittag damit, im Wohnmobil mit sich
selber und Kenneth über den wachsenden Ärger mit Violet zu schimpfen
und wie er sie verletzen wollte. Die beiden schauten sich außerdem
den Film „Der Soldat James Ryan“ an, welcher einer von Jeremiahs
Lieblingsfilmen ist. Die beiden verbrachten Zeit damit, außerhalb
des Wohnmobils sauber zu machen und verbrannten Müll. Kenneth
bemerkte zudem, dass Jeremiah den Anschein machte, als packe er wie
für einen Trip. Kenneth dachte, Jeremiah würde vielleicht für ein
paar Tage zum Haus seiner Mutter gehen.
Um 20:07 Uhr am 12.10.99 tat Jeremiah von dem Wohnmobil aus, in dem
er lebte, einen Notruf zum Büro des Atascosa County Sheriffs.
Jeremiah erzählte Kenneth dann, dass er den Notruf gewählt habe und
dass er gehen sollte, wenn er nicht involviert sein möchte. Zu
diesem Zeitpunkt glaubte Kenneth, sein Freund könnte sich darauf
vorbereiten, sich umzubringen und hatte 911 angerufen, damit die
Polizei seinen Körper entdecken würde und nicht ein Freund oder
Nahestehender. Kenneth war verwirrt, ein bisschen verängstigt und
konnte nicht herausfinden, warum er seine Sachen gepackt hatte so
als würde er auf Reisen gehen, wenn er plante, sich umzubringen.
Warum auch immer, anstatt möglicherweise einem Freund dabei zu
zusehen wie er sich umbringt, ging er. Als erstes jedoch musste er
sein Auto kurzschließen, da es nicht anspringen wollte wegen einer
leeren Batterie. Kenneth konnte mit Jeremiahs Hilfe und dessen Auto
sein eigenes Auto um 20:10 zum anspringen bringen.
Deputy Monse erreichte das Wohnmobil, nicht lange nach dem Notruf,
den Protokollen zufolge um etwa 20:28 Uhr. Nach seinem Ausstieg aus
dem Polizeiwagen erschoss Jeremiah ihn. Nicht lange danach, erschoss
Jeremiah einen zweiten Deputy, Mark Stephenson und dann einen
dritten ankommenden Beamten, Texas DPS Trooper Miller. Alle drei
Beamten starben bei dem Hinterhalt.
Später in der Nacht wurde die Leiche von Jeremiah von Justizbeamten
im nahen Gestrüpp gefunden, mit einem scheinbar selbst zugefügten
Schusswunde am Kopf. Bei Jeremiah war eine „Selbstmord-Notiz“ auf
der stand: „Ich habe dies aus einem Grund geschrieben, damit alle
wissen, warum ich getan habe, was ich tat, wegen der Ungerechtigkeit
und Unsicherheiten im Leben.“
Später tauchte eine andere Selbstmord-Notiz auf, welche Jeremiah an
Violet geschrieben hatte, in der er Sorge ausdrückte über die
gescheiterte Ehe und er Violet darum bat , ihrer Tochter die
Wahrheit über seinen Tod zu erzählen.
Jeremiah hatte seit Monaten Andeutungen darüber gemacht, sich das
Leben zu nehmen. Sein Verhalten zwischen der Zeit, in der er von der
Affäre seiner Frau erfahren hatte und dem Dreifachmord /Selbstmord
am 12.10.99 zeigte einen jungen Mann der aufgehört hatte, sich um
sein Zuhause, seinen Besitz zu kümmern, er hatte aufgehört seine
Rechnungen regelmäßig zu bezahlen, gab Geld in einer
uncharakteristischen leichtsinnigen Art und Weise aus, ersehnte
seinen eigenen Tod und wollte auf die gleiche Art gehen wie die
Charaktere im Film „Set it off“ es taten. Dieser Film beinhaltet
eine Gruppe von Frauen, welche in einer Schießerei mit der Polizei
sterben.
Später an dem Abend während der Schießerei, als Jeremiah mit den
Justizbeamten kämpfte, die das Wohnmobil umstellt hatten, versuchten
Sara und Kenneth zum Wohnmobil per Auto zurück zukehren. Sie wurden
jedoch von einem Beamten an einem Straßenblock zurückgewiesen, wegen
eines Vorkommnisses mit einem „Bewaffneten“. Sie fuhren dann zu
Violets Arbeit und nahmen sie mit und kehrten zurück zum Haus von
Kenneths Bruder (Anthony). Als sie bei Anthonys Haus waren, guckten
sie Fernsehen um zu sehen, ob irgendetwas über das 'Vorkommnis"
bekannt gegeben wurde. Zu diesem Zeitpunkt erfuhren Kenneth, Sara,
Violet und Anthony, dass Jeremiah sich selbst und drei Offiziere
umgebracht hatte. Jeremiah verletzte zudem drei andere während der
Schießerei.
Während des tragischen Abends des 12.10.99 sind drei uniformierte
Justizbeamte dem Hinterhalt erlegen und im ländlichen Atascosa
County in Ausübung ihrer Pflicht getötet worden, dies wurde bekannt
als „Atascosa Hinterhalt“. Zwei Beamte und ein Passant wurden
außerdem verletzt in dieser unglücklichen Wendung einer Ehe. Der
tragische Vorfall erhielt landesweite Aufmerksamkeit in den Medien,
unter anderem intensiv im San Antonio Fernsehen, Radio und
Zeitungen. Die Schießerei fand nicht weit von San Antonio statt.
Wegen der massiven Aufmerksamkeit der Medien wurde das
Gerichtsverfahren verlegt nach Karnes County, Texas. Kenneth wurde
wegen einer Tat vor Gericht gestellt, bei der er nicht mal anwesend
war, über die er kein Wissen darüber hatte und die er mit Sicherheit
nicht hätte voraussehen und alleine stoppen können. Das
Gerichtsverfahren fand statt im ländlichen Karnes County wo Kenneth
angeklagt, für schuldig befunden und zum Tode verurteilt wurde.

Am 15.10.1999 wurde Kenneth Vodochodsky wegen
Verdachtes der Beteiligung an dem Hinterhalt verhaftet. Kenneth
wurde am gleichen Tag des dreifachen Kapitalmordes und des
zweifachen versuchten Kapitalmordes beschuldigt. Während er sich in
Haft befand, wurde er des Kapitalmordes an einem Polizeibeamten
angeklagt – Deputy Monse.
Die Anklage beschuldigte Kenneth, „wissentlich“ den Tod von Monse
verursacht zu haben, der mit einer Schusswaffe erschossen wurde.
Weiterhin beinhaltete die Anklage, dass „der besagte Thomas Monse zu
der Zeit ein Friedensoffizier war… der im Sinne der gesetzlichen
Erfüllung einer offiziellen Pflicht gehandelt habe, und (Vodochodsky)
wusste, dass Thomas Monse ein Friedensoffizier war.“ Vor Gericht
wurde die Jury über das „Gesetz der Komplizenhaftung“ informiert. Es
wurde ihnen gesagt, Kenneth nach dem Komplizenhaftungsgesetz wegen
Mordes als schuldig zu befinden, wenn sie der Meinung sein würden,
dass er „mit Absicht Jeremiah Engleton in der Begehung der Straftat
des Kapitalmordes förderte oder assistiere und hier und da Jeremiah
Engleton aufforderte, ermutigte, führte, half oder versuchte dabei
zu helfen, die Straftat zu begehen…“
Das „Gesetz der Komplizenhaftung“, wie bei Kenneth angewandt, sagt
aus, dass eine Person strafrechtlich verantwortlich als Teil einer
Tat sei, wenn die Tat in Begleitung einer anderen (Jeremiah Engleton)
ausgeführt wird. Weiterhin sagt es aus, dass eine Person für die
Begleitung eines anderen strafrechtlich verantwortlich ist, wenn
vorsätzlich dabei gehandelt wird, jemanden zu unterstützen oder bei
der Ausführung einer Tat zu assistieren, die er begeht, zu der er
ermutigt, die er leitet, bei der er hilft oder versucht der anderen
Person dabei zu helfen, die Tat auszuüben.
Einer der Gründe, warum Kenneth des Mordes angeklagt nach dem
„Gesetz der Komplizenhaftung“ wurde, war weil er nicht wirklich
jemanden getötet hat! In anderen Worten, Kenneth erhielt die höchste
Strafe – TOD – ohne überhaupt jemanden getötet zu haben! Diese
einzigartige Anklage ist im Staat von Texas weit verbreitet, um mehr
unschuldige Leute in die Todeszelle zu bringen.
Am 21. April 2004 hat das texanische
Berufungsgericht das Todesurteil gegen Kenneth Vodochodsky mit 6:2
Stimmen aufgehoben.
Die Entscheidung des Berufungsgerichtes wurde von Richter Michael
Keasler verfasst. Die weiteren 5 Richter, die der Aufhebung
zustimmten, waren Richter Paul Womack, Richter Tom Price, Richterin
Cheryl Johnson, Richterin Charles Holcomb und Richterin Cathy
Cochran. Für eine Aufrechthaltung des Todesurteils stimmten Richter
Sharon Keller und Richter Lawrence Meyers.
Im Mittelpunkt stand die Frage, ob die Beweise, die während der
Verhandlung der Jury präsentiert wurden, rechtlich und sachlich für
eine Verurteilung Kenneth’ ausreichend waren. Das Berufungsgericht
vertrat die Ansicht, bei der sachlichen Beweisprüfung, „sehen wir
uns alle Beweise vorurteilsfrei an, und heben ein Urteil auf, wenn
die Beweise für die Schuld so schwach sind, dass sie das Vertrauen
in das Urteil der Jury untergraben.“ Weiter stand darin „bei einer
solchen Prüfung werden alle Beweise die der Jury vorlagen von uns
überprüft.“
Die sechs Richter, die dafür stimmten, Kenneths Schuldspruch und
Todesurteil aufzuheben, waren sich einig, dass „die Beweise für eine
Verurteilung nicht ausreichten“.
Sie waren sich darin einig, dass keiner der vorgelegten Beweise
notwendigerweise darauf schließen ließ, dass Kenneth vorsätzlich das
von Jeremiah Engleton begangene Verbrechen begünstigte oder
unterstützte. Sie waren sich ebenfalls einig, dass die Beweislast in
diesem Fall zu gering war, um das Urteil der Jury zu stützen, die
der Meinung war, Kenneth bestärkte, plante, half oder versuchte
Jeremiah Engleton bei der Ausführung des Verbrechens zu helfen.
Die Richter waren sich auch einig, dass es keine weiteren
Informationen in der Gerichtsakte gibt, die darauf hinwiesen, dass
Kenneth das Verbrechen zusammen mit Jeremiah geplant hatte. Sie
kamen sogar zu dem Schluss, dass es Beweise gibt, dass Kenneth nicht
an dem Hinterhalt beteiligt war, bei dem drei Polizisten starben:
„Es gibt keine Beweise, dass Vodochodsky irgendwelche Handlungen
unternommen hat, um Engleton bei der Ausführung seines Planes zu
unterstützen. Stattdessen hatte Vodochodsky das Pech, der Freund und
Mitbewohner eines Mannes zu sein, der drei Polizisten und sich
selbst umbringen wollte.“
Die Richter entschieden deshalb „die Beweise für Vodochodskys Schuld
sind so schwach, dass sie unser Vertrauen in die Entscheidung der
Jury untergraben. Wir heben Vodochodskys Verurteilung und Strafe
auf.
Als Folge dieser Urteilsaufhebung vom 21. April 2004 durch das
Berufungsgericht, hat der Staat Texas am 6. Mai 2004 einen Antrag
auf erneute Anhörung beim texanischen Berufungsgericht gestellt.
In diesem Antrag führte der Staat Texas verschiedene Rechtsfälle an,
weshalb das Berufungsgericht Kenneths Schuldspruch und Todesurteil
nicht aufheben sollte/kann. Hauptsächlich versuchte der Staat das
Berufungsgericht davon zu überzeugen, Kenneths Schuldspruch und
Todesurteil zu bestätigen, anstatt es aufzuheben.
Allerdings sind diese Anträge des Staates an das Berufungsgericht
fast nie erfolgreich. Am 15. März 2005 hat das texanische
Berufungsgericht den staatlichen Antrag auf erneute Anhörung
abgelehnt. Kenneths Verurteilung blieb also weiterhin aufgehoben und
die Aufhebung wurde am 11. April 2005 rechtskräftig.
Schließlich wurde Kenneth am 22. April 2005 in ein Bezirksgefängnis
verlegt, wo er auf die nächsten Schritte des Staates wartete.
Um ein neues Verfahren durchzuführen, musste
der Staat neue bzw. zusätzliche Beweise vorlegen. Anderenfalls hätte
man Kenneth freilassen müssen. Da es keine neuen / zusätzlichen
Beweise gab, entschloss sich der Staat, neue Beweise „anzufertigen“,
um Kenneth hinter Gittern zu halten.
Diese neuen Beweise bestanden aus zwei neuen Zeugen. Aus
unerklärlichen Gründen hatten sich diese beiden Zeugen nicht bereits
vor vielen Jahren, zum Zeitpunkt des Verbrechens gemeldet.
Es ist hoch interessant, dass diese neuen Zeugen sich jetzt erst,
nach so vielen Jahren, entschieden haben, auszusagen – zu einem
Zeitpunkt - an dem der Staat verzweifelt versuchte, neue /
zusätzliche Beweise für ein neues Verfahren zu finden.
Noch interessanter ist es, dass einer dieser Zeugen, Pedro Garcia,
zufällig ein wirklich guter Freund des staatlichen
Ermittlungsbeamten ist.
Pedro Garcia gab an, er habe Kenneth und Jeremiah nur Stunden vor
den Schüssen in einem Lebensmittelladen getroffen. Er gab weiter an,
Jeremiah habe ihm erzählt, er plane „ein paar Schweine zu
erschießen“. Nachdem dieser Zeuge von der Schießerei in den
Nachrichten gehört hatte, nahm er also an, Jeremiah habe über
Polizeibeamte und nicht über „Schweine“ geredet. Er gab weiter an,
er hätte Angst um seine Familie gehabt und deshalb nicht schon vor
Jahren ausgesagt. Er sei außerdem der Meinung gewesen, der Staat
habe seine Aussage nicht gebraucht. Nachdem er aber in den
Nachrichten gehört habe, Kenneth sei nicht länger in der Todeszelle
und könne möglicherweise sogar entlassen werden, weil der Staat
keine ausreichenden Beweise habe, habe er sich entschieden
auszusagen.
Plötzlich hatte also Pedro Garcia keine Angst mehr um seine Familie
und dachte seine Aussage sei wichtig?! Wie kommt das?! Weil er lügt.
Sein guter Freund, der Ermittler des Staates, arbeitete mit ihm an
seiner Aussage, damit Kenneth eingesperrt bleibt! Pedro Garcia’s
gesamte Aussage war so konstruiert, dass die bislang unzureichenden
Beweise des Staates gestärkt und sie gegen Kenneth verwendet werden
konnten.
Die zweite neue Zeugin, Shirley Brewster, behauptete mit Jeremiah
vor vielen Jahren auf das College gegangen zu sein. Sie gab an,
Jeremiah habe einmal mit ihr darüber gesprochen, er plane
Polizeibeamte umzubringen. Wenn das der Wahrheit entspricht, warum
hat sie dann niemandem davon erzählt?! Warum hat sie dann erst Jahre
nach dem was angeblich gesagt wurde, auch passiert ist, ausgesagt?!
Wenn man ihre Aussage bewertet, kommt man zu dem Ergebnis, dass auch
diese Aussage konstruiert wurde. Sie lieferte auch keine Begründung,
warum sie nicht schon vor Jahren ausgesagt hat.
Da der Staat, wenn auch auf betrügerische Weise, neue/zusätzliche
Beweise konstruiert hatte, konnte er auch die alten Beweise, die vom
texanischen Berufungsgericht als nicht ausreichend angesehen wurden,
erneut verwenden.
Kenneths Unschuld sollte Grund genug sein, dagegen anzukämpfen. Da
sich Kenneth aber keinen eigenen Anwalt leisten konnte, bekam er
einen staatlichen Pflichtverteidiger… Leider denselben
Pflichtverteidiger, der Kenneth auch schon in seiner ersten
Verhandlung vertreten hatte und ihn letztendlich in den Todestrakt
gebracht hatte. Es ist also offensichtlich, dass die Qualifikation
oder Kompetenz dieses Verteidigers für einen solchen Fall nicht
ausreichte.
Man muss sich nur anschauen, was dieser Anwalt seit Kenneths
Verlegung zurück in das Bezirksgefängnis erreicht hat… Nichts!
Kenneths Pflichtverteidiger hat nichts getan, damit Kenneth seine
Freiheit wieder erlangt. Das einzige was dieser Pflichtverteidiger
getan hat, war Kenneth zu einem Handel zu drängen. Er behauptete
keine Jury wurde Kenneth für unschuldig befinden wegen der Schwere
des Verbrechens, bei dem drei Polizeibeamte getötet wurden. Er
behauptete es sei unwichtig wie schwach oder unzureichend die
Beweise gegen Kenneth seien, dieser Fall sei nicht zu gewinnen…
Kenneth beantragte beim Richter eine Überprüfung des Falles und
einen neuen Pflichtverteidiger, der bereit ist für seine Freiheit zu
kämpfen. Der Richter lehnte diesen Antrag jedoch ab, und wies
Kenneths Pflichtverteidiger lediglich an, besser für und mit Kenneth
zu arbeiten.
Nun musste Kenneth eine wichtige Entscheidung treffen. Er hatte nur
zwei Möglichkeiten: Ein zweites Gerichtsverfahren mit konstruierten
Beweisen und einem inkompetenten Verteidiger; oder ein Handel mit
dem Staat mit einer 30jährigen Haftstrafe….
Ein zweites Gerichtsverfahren konnte für Kenneth entweder einen
Freispruch bedeuten, oder einen erneuten Schuldspruch und eine
lebenslängliche Freiheitsstrafe (mindestens 40 Jahre bevor die
Möglichkeit einer Bewährung besteht).
Die 30jährige Haftstrafe bedeutet für Kenneth, dass er mindestens 15
Jahre verbüßen muss, bevor er einen Bewährungsantrag stellen kann.
Da er aber seit 1999 inhaftiert ist, könnte er 2014 auf Bewährung
freikommen. Das ist immerhin nicht so weit weg.
Nach Abwägung der Fakten, dass der Pflichtverteidiger völlig
inkompetent war und sich nicht für seine Freiheit einsetzte,
weiterhin der Staat gefälschte Beweise vorlegte und vor nichts
zurückschreckte, um Kenneth hinter Gittern zu halten, entschied
Kenneth es sei das Beste für ihn, auf den Handel mit der 30jährigen
Haftstrafe einzugehen. So hat er zumindest die Chance, in absehbarer
Zeit wieder in Freiheit zu gelangen (im Vergleich mit einer
lebenslänglichen Haftstrafe oder der Todesstrafe, die er vorher
hatte).
Kenneth sitzt jetzt seine 30jährige Haftstrafe ab…aber dies ist noch
nicht das Ende! Kenneth kann immer noch in Berufung gehen und sogar
eine Reduzierung der Haftstrafe erreichen. Dazu müsste Kenneth aber
den Antrag auf Berufung selber stellen oder einen Anwalt
beauftragen….
Da Kenneths Rechtskenntnisse nicht ausreichen, um den
Berufungsantrag selbst zu stellen, und er es sich nicht leisten
kann, einen Anwalt zu beauftragen, bitten Kenneths Familie und
Freunde um Spenden für Anwaltskosten und die Kosten für einen
privaten Ermittler. Jeder der gerne helfen möchte, kann sich an die
angegebene Kontaktadresse wenden. Vielen Dank für Ihre Zeit und
Hilfe.
| FUNK ÜBERTRAGUNG | KENNETHS TATSÄCHLICHER AUFENTHALT/ALIBI |
| 1) 20.07 Uhr..…Notruf ausgeführt von Jeremiah von seinem Grundstück aus | 1) 20.07 - 20.20 Uhr…..Kenneth schließt sein Auto kurz und bricht auf, um zum Stop&Go zu gelangen |
| 2) 20.13 Uhr…..Deputys Monse und Stephenson wurden losgeschickt | 2) 20.20 - 20.28 Uhr…..Kenneth fährt zum Stop&Go in Pleasanton (ca. 8 Minuten vom Wohnmobil entfernt). |
| 3) 20.28 Uhr…..Deputy Monse kommt bei Jeremiahs Grundstück an | 3) 20.28 - 20.35 Uhr…..Kenneth ist im Stop&Go, kauft Zigaretten und ein Getränk (er wartete in der Schlange hinter 4 Kunden) |
| 4) 20.30 Uhr…..Deputy Stephenson kommt bei Jeremiahs Grundstück an | 4) 20.36 Uhr…………Kenneth verlässt Stop&Go und macht sich auf den Weg zu dem Haus seines Bruders in Poteet |
| 5) 20.31 Uhr…..Offenes Mikrofon (10-33, „Ich bin getroffen.“ Notruf von Deptuy Stephenson) | 5) 20.36 - 20.54 Uhr…..Kenneth fährt nach Poteet wo sein Bruder Anthony lebt (man braucht ca. 18 Minuten vom Stop&Go aus). |
| 6) 20.37 Uhr…..DPS Trooper Miller wird zu Jeremiahs Grundstück losgeschickt | 6) 20.55 Uhr……….Kenneth kommt beim Haus seines Bruders an |
| 7) 20.51 Uhr…..DPS Trooper Miller kommt bei Jeremiahs Grundstück an | 7) 21.05 Uhr……….Kenneths Bruder Anthony kommt vom Dairy Queen zurück |
| 8) 20.52 Uhr…..DPS Trooper Miller funkt: “Beamter ist gefallen | 8) 21.05 - 21.30 Uhr….Kenneth ist im Haus seines Bruders und redet mit Sara Lopez über Jeremiahs Selbstmord-Drohung |
| 9) 20.56 Uhr…..Officer Tudyk kommt bei Jeremiahs Grundstück an | 9) 21.30 - 22.20 Uhr…Kenneth ist immer noch im Haus seines Bruders. Sara Lopez geht die Straße runter zum Haus von Anthonys Schwiegereltern, um Violet anzurufen und ihr von Jeremiahs Selbstmord-Drohung zu erzählen. Kenneth und Sara bringen ihre Kinder ins Bett und fragen Anthony, auf sie aufzupassen während sie zum Wohnmobil fahren. |
| 10) 20.58 Uhr…..Funkübertragung von Officer Tudyk: “Ich bin getroffen“ | 10) 20.22 Uhr…..Kenneth und Sara machen sich auf den Weg zu Jeremiahs Grundstück |
| 11) 22.47 Uhr…Ein Paar wird gemeldet an der Straßensperre 2-3 Meilen von Jeremiahs Grundstück entfernt. | 11) 20.47 Uhr…..Kenneth und Sara kommen an der Straßensperre an, im Versuch zu Jeremiahs Grundstück zu gelangen. Sie werden weggeschickt. |
Während den Vorbereitungen von Kenneths
Verteidigung gab er seinem führendem Prozessanwalt Informationen
darüber, dass, nachdem er Jeremiahs Grundstück in der Nacht des
12.10.99 um 20:10 SOFORT NACH JEREMIAHS Notruf verlassen habe, er
direkt zum „Stop&Go“ Geschäft an der 1318 N. Second Street in
Pleasanton, TX, gefahren sei. Dort kaufte er ein Getränk und eine
Packung Zigaretten von der Verkäuferin, die er von vorherigen Stopps
wieder erkannte. Diese Verkäuferin hat nicht in Kenneth Verfahren
ausgesagt… In aller Ehrlichkeit, Kenneth weiß nicht, ob sein
Prozessanwalt jemals versucht hat, sie ausfindig zu machen, und
versucht hat sie zu befragen um festzustellen, ob sie sich erinnern
konnte, Kenneth in der Nacht des 12.10.99 Artikel verkauft zu haben.
Die Staatsaussage/der Staatsfall gründet sich auf einen Nachbar,
Herrn Hutton, der in der Nähe des Wohnmobils irgendwann nach 20 Uhr
gefahren ist (grob zwischen 20:28 -20:33 Uhr), er fuhr auf der
Kreuzung in der Nähe des Wohnmobils, beobachtete die zwei
Streifenwagen, offene Türen und Scheinwerfer, die auf den Wohnwagen
leuchteten. Hutton bemerkte zudem ein Licht, welches auf dem Dach
flackerte. Dies ist wichtig sich zu merken, da es die Basis des
Staatsfalles bildet oder der Theorie eines zweiten Schützens, der
Kenneth gewesen sein soll. Dies wird bewiesen werden als ein Fakt,
DER NICHT WAHR IST.
DER STAAT hat eine solche Aussage benutzt, um die Jury irrezuführen,
damit sie denken, dass möglicherweise jemand wie Kenneth auf dem
Dach war. INFORMATIONEN von der Verkäuferin, wenn untersucht und
bestätigt, könnten Kenneth eine glaubhafte Aussage in der
juristischen Verteidigung des Alibis geliefert haben. Wenn den
Jurymitgliedern eine Aussage geliefert worden waäre, dass Kenneth
zwischen 20:20 und 20:35 in einem Geschäft gewesen ist, als der
Hinterhalt begann, von einem neutralen, absolut nicht wissenden,
unschuldigen Zeugen – der Stop&Go Verkäuferin – dann wäre die Jury
geneigt gewesen zu glauben, dass Kenneth physisch nicht hätte an
zwei Orten gleichzeitig sein können. Es ist höchst unwahrscheinlich,
dass die Jury die Staatstheorie geglaubt hätte, nämlich dass Kenneth
auf dem Dach des Wohnwagens in dieser Nacht gewesen ist. Dies setzt
natürlich voraus, dass überhaupt jemand in dieser Nacht auf dem Dach
war – was niemals vom Staat bewiesen worden ist!
Die Theorie des Staates besagt, dass sich am 12.10.99 ein zweiter
Schütze von ca. 20:25 bis 20:33 auf dem Dach befand. Der Staat
beschuldigte Kenneth, der zweite Schütze gewesen zu sein, der
Jeremiah dabei geholfen hat, die Deputys Monse und Stephenson zu
erschießen, die ersten beiden dort ankommenden Beamten, die um 20:28
und 20:30 eintrafen. All dies wird im folgenden angesprochen,
tatsächliche Untersuchungen der wahren Vorkommnisse, und es wird
klar werden , dass Kenneth tatsächlich unschuldig ist, einfach, weil
er beim Stop&Go war, als all dies stattfand. Kenneth führt an, dass
ihm fatal geschadet wurde durch das Versagen seiner Prozessanwälte,
vollständige Untersuchungen durchzuführen und eine ehrliche
rechtskräftige Verteidigung vorzubereiten… und nun sitzt er heute in
der Todeszelle als ein direktes Ergebnis dieses Fehlers – und die
folgende Manipulation der Fakten, die wir aufzeigen… und seine
Unschuld beweisen werden.
Während der anfänglichen Untersuchungen
zwischen dem 12.10.1999 und dem 20.10.1999 ersannen der örtliche
Sheriff und seine Stellvertreter eine Theorie, eine völlige
Spekulation, die ihnen den Weg öffnete, ihren Finger auf Jeremiahs
langjährigen Freund und Zimmerkameraden – der, wie sie herausfanden,
anwesend war, als der 911 Anruf getätigt wurde – Kenneth Vodochodsky,
zu zeigen. Als diese Hilfssheriffs die örtlichen Nachbarn befragten,
die alle Aussagen machten, wurde es ersichtlich, dass Kenneth da
gewesen war und dann gegangen ist. Wie Sie gelesen haben, versuchte
er zurückzukommen und Jeremiah mit Saras Hilfe zu stoppen. Während
dieser Untersuchungen erdachte Hilfssheriff Soward die Theorie, dass
Kenneth ein zweiter Schütze auf dem Dach des Wohnwagens in der Nacht
zwischen 20:25 Uhr und 20:33 Uhr war, die Nacht, als die zwei ersten
Polizisten Monse und Stephenson ankamen und niedergeschossen wurden.
Die Theorie basiert auf „Pseudowissenschaft“, die dazu dient,
durchschnittliche Menschen wie Sie und ich oder jeder andere, der
sich nicht mit den Untersuchungstaktiken der Gesetzeshüter auskennt,
zu verwirren. Ein Versuch festzustellen, ob irgend einer dieser
tödlichen Schüsse von einem separaten Ort abgefeuert wurde,
gegenüberliegend von wo Jeremiah von der anderen Straßenseite aus
schoss. Tatsächlich lag Jeremiah wartend auf der anderen
Straßenseite im Gebüsch und lauerte den Polizisten auf, als sie
ankamen – Kenneth war schon lange gegangen und im „Stop&Go“, als
dies passierte.
Der schwache Punkt und die Falschheit des Falles und der Beweise des
Staates, umfassen Spekulationen und Annahmen, dass jemand
(vielleicht Kenneth) auf dem Dach war, um Jeremiah zu helfen. Ein
Nachbar, Mr. Hutton, sagte aus, er habe gesehen – für ungefähr 45
Sekunden – wie sich etwas, was er für eine Taschenlampe oder Licht
halten würde, auf der blinden Seite des Daches bewegte. Er sah KEINE
Silhouette auf dem Dach, und er sah KEINE Person... Das passierte,
als er herbeifuhr, nachdem die ersten zwei Hilfssheriffs kamen um
20:28 Uhr und um 20:30 Uhr am 12.10.1999 an (siehe Zeitschema).
Hutton fuhr herbei, nachdem er die ersten Schüsse hörte. Wie
Kenneths Prozessanwalt im Prozess anführte; Deputy Soward sagte auch
in Berichten aus, dass jemand in dieser Nacht auf dem Dach war. Es
stellte sich heraus, nicht mehr gewesen zu sein als Schatten von
Motten, die um einen Lichtmast flogen, der hinter dem Wohnwagen
stand. Huttons Aussage mit der Annahme zu verbinden, dass Kenneth
auf dem Dach war, würde Schuld durch absolute Spekulation
bedeuten... und das ist genau das, was passiert ist.
Um die Theorie weiterhin zu stützen, unternahm der Staat den
kläglichen Versuch, die Theorie durch die Durchführung eines
„SCHLAGTESTS“ zu unterstützen. Dies ist ein theoretischer Test, bei
dem Hülsen vom Daumen geschnipst werden, während man auf dem Dach
des Wohnwagens steht, um zu sehen, wo sie landen. Diese
Pseudowissenschaft ist in gar keinem Fall jemals räumlich
vergleichbar mit dem eigentlichen Weg einer Handfeuerwaffe, die ein
Hülse ausstößt. Erstens, der Schlagtest ist kein Test, der
wissenschaftlich unter forensischen Wissenschaftlern anerkannt ist.
Zweitens, der Schlagtest wurde noch nicht einmal mit der richtigen
Munition durchgeführt, die aus Waffen geschossen wurde, die .380
oder 9 mm Gehäuse ausstoßen. Drittens, der Staat bot KEINE BEWEISE,
dass Kenneth auf dem Dach war oder dass das Hülsenmuster nicht von
jemandem vom Boden aus produziert werden konnte (wie von Jeremiah).
Von größter Wichtigkeit, die Waffen, die diese Hülsen abfeuerten,
(angenommen, dass sie in dieser Nacht abgefeuert wurden), diese zwei
Waffen wurden neben Jeremiahs Leiche gefunden, nachdem er sich sein
Leben genommen hatte, als die Polizisten näher kamen.
Der ganze Fall des Staates gegen Kenneth basierte auf kreierten
Annahmen, und die Zeugen des Staates, die diese Behauptungen
unterstützen, unterstützen auch Kenneths Alibi...
Im Prozess hatte Hutton ausgesagt, dass er, nachdem er die Schüsse gehört hatte, an Jeremiahs Heim zwischen 20:28 Uhr und 20:33 Uhr vorbeifuhr und zwei Polizeiautos am Wohnwagen sah und ein Licht auf der blinden Seite des Daches. Was wichtig ist, ist, dass Huttons Beobachtungen nur 45 Sekunden dauerten und er niemals eine Person auf dem Dach sah. Das war von Bedeutung für den Fall des Staates, weil ihr Fall ausschließlich auf Huttons Annahmen, dass er ein Licht auf dem Dach sah, basierte. Was auch wichtig ist, ist Huttons Aussage, dass die EINZIGEN Autos, die er am Wohnwagen gesehen hatte, die zwei Polizeiautos waren. Hutton sagte auch aus, dass dort keine anderen Fahrzeuge in dieser Gegend fuhren, noch war irgend ein Fahrzeug auf den Straßen rund herum geparkt.
Im Prozess sagte ein anderer Nachbar, Herr Gorman, aus, dass er an diesem Tag (12.10.1999) mehrere Male am Wohnwagen vorbei gefahren war. Gorman sah tatsächlich irgendwann nach 20:20 Uhr (während er nach Hause fuhr) ein Auto mit hoher Geschwindigkeit näher kommen, das zu Jeremiahs Wohnwagen fuhr; das Auto hatte außerdem eine Lichtschiene oben drauf. Gorman sah dann eine Tür sich öffnen und sah ein Bein aus dem Auto steigen. Gorman bemerkte, dass Jeremiahs blauer Monte Carlo noch immer hinter einigen Bäumen geparkt stand, wo er es schon vorher gesehen hatte, ABER GORMAN HATTE NICHT GESEHEN, DASS KENNETHS AUTO NOCH IMMER DORT PARKTE (wie er es genau dort, vor dem Wohnwagen, den ganzen Tag gesehen hatte). Es ist wichtig, sich zu merken, dass die Batterie leer war... Bevor er sein Haus erreichte, nahm Gorman ein zweites Polizeiauto wahr, das vor der Wohnwagentür ankam. Dann stieg Gorman an seinem Haus aus seinem Truck und hörte mehrere schnelle Schüsse. ZWANZIG MINUTEN SPÄTER HÖRTE ER SCHÜSSE AUS EINER PISTOLE. Dies sollten die Schüsse gewesen sein, die von Jeremiah in den Kopf der beiden Polizisten abgefeuert wurden, schnurgerade...
Dr. DiMaio ist ein Gerichtsmediziner des Staates Texas. Er ist derjenige, der die Autopsie an den drei verstorbenen Polizisten und Jeremiah Engleton vorgenommen und überwacht hat. Dr. DiMaio sagte aus, das die Polizisten Monse und Stephenson aus großer Entfernung erschossen wurden, was mit Jeremiah, der von der anderen Straßenseite schoss, übereinstimmt. Dr. DiMaio sagte auch aus, dass, nachdem die Polizisten Monse und Stephenson aus großer Entfernung mit einer 9 mm Waffe erschossen wurden, sie lagen auf dem Boden. Er sagte weiterhin aus und bewies seine Expertenmeinung, dass aufgrund der Feststellung von Schießpulver-Rückständen und Verbrennungen um die Kopfwunden herum, die 9mm Pistolenkugel aus einer Distanz von 7,5 – 15,5 cm und weniger als 61 cm abgefeuert wurde. (ES IST WICHTIG DARAN ZU DENKEN, DASS DIES DIE SCHÜSSE SIND; FÜR DIE KENNETH BESCHULDIGT WIRD, SIE VOM DACH ABGESCHOSSEN ZU HABEN)... Der eigene Experte für den Staat widerlegt diese Theorie, EIN GERICHTSMEDIZINER DES STAATES TEXAS!
Texas Ranger Martin war einer der Untersuchungsbeamten in diesem Fall. An einem Punkt des Prozesses sagte Ranger Martin zu einer Aussage, die in einer vereidigten Erklärung steht, die er am 11. September 2000 abgegeben hatte, aus – beinahe ein Jahr, nachdem die Straftat stattgefunden hatte. Ranger Martin gab an: „...Jeremiah Engleton war der Verantwortliche für den Mord an den beiden Polizisten und dem Staatspolizisten...“ Und als er vom Staat befragt wurde, was JEREMIAH Engleton tat, nachdem er die Polizisten Monses und Stephenson aus der Entfernung erschossen hatte, antwortete Ranger Martin: „Er ging auf die Körper der Polizisten zu, wo sie lagen und feuerte Löcher in ihren Kopf mit der 9mm Ruger Pistole... aus sehr kurzer Distanz.“ Behalten Sie in ihrem Gedächtnis, dass der Staat Kenneth beschuldigt, den beiden Polizisten Monse und Stephensen mit der 9 mm Pistole vom Dach des Wohnwagens aus in den Kopf geschossen zu haben, dennoch sagte Ranger Martin anderes aus. Die Theorie des Staates widerlegend, sagte Ranger Martin weiterhin aus, dass von den Beweisen, die während seiner Tatortuntersuchung aufgesammelt wurden, KEINER der Beweise Kenneth mit der Straftat in Zusammenhang bringt.
Ein anderer Nachbar, Herr Garza, sagte aus, dass er gesehen hat, wie Kenneth Jeremiahs blauen Monte Carlo vor Kenneths Auto bewegte, zwischen 20 Uhr und 20:15 Uhr in jener Nacht. Dann kehrte er in sein Haus zurück, um zu duschen. Als er einige Zeit später wieder raus ging, bemerkte er einige Polizeiautos, Blaulichter an und sah einen Lastwagen, auf den gefeuert wurde. Er hatte Kenneth oder sein Auto nirgendwo gesehen.
Essary sagte aus, dass er Kenneth und Jeremiah mehrere Male an diesem Tag beobachtet hat. Auf seinem Weg zurück zum Haus, vorbei an Jeremiahs Wohnwagen irgendwann nach 20:15 Uhr, beobachtete Essary zwei Polizeiautos an Jeremiahs Wohnwagen. Essary sagte aus, dass Kenneth und sein Auto weg zu sein schienen. Essary sagte aus, dass Kenneth keine Details dieses Vorfalls kennen könne, weil Kenneth vor Essary gegangen war, der um 20:15 Uhr ankam.
Ein anderer Nachbar, Herr Sanchez, sagte aus, dass er nach draußen ging, weil er Schüsse gehört hatte und von seiner Frau erfahren hatte, dass zwei Polizeiautos vor Jeremiahs Heim standen. Das war um 20:30 Uhr. Sanchez sah Kenneth oder seinen Wagen nicht am Wohnwagen.
Herr Charles Parker, ein Kriminalist des Texas Department für Öffentliche Sicherheit, sammelte und untersuchte etwa 221 Beweisstücke vom Tatort auf Übereinstimmungen der Fingerabdrücke. Herr Parker sagte aus, dass es KEINE Übereinstimmung von Fingerabdrücken, von irgendeinem der Beweise, die gesammelt und untersucht wurden, mit Kenneth gab.
Im Folgenden ein Diagramm des "Daumentests":
Hinweis: Das Diagramm wurde mit Hilfe von Prozessunterlagen und Tatortfotos erstellt.
Während der schuldig/unschuldig Phase von
Kenneths Prozess sagte der Polizist David Soward über einen Test
oder ein Verfahren, das während der Untersuchungen an Jeremiahs
Wohnwagen eingesetzt wurde, aus. Deputy Soward nannte das Verfahren
einen „Daumentest“. Dieser Test wurde ausgeführt, um festzustellen,
ob jemand in der Nacht des Hinterhalts vom Dach von Jeremiahs
Wohnwagen geschossen hatte.
Es gab eine beträchtliche Menge von Patronenhülsen, die über den
Boden im Umkreis des Wohnwagens verstreut waren, und diese Hülsen
wurden während der Untersuchungen, unmittelbar nach dem Überfall aus
dem Hinterhalt, entdeckt. Es sollte beachtet werden, dass einige
dieser benutzten oder leeren Hülsen aussahen, als ob sie vor langer
Zeit abgefeuert wurden; einige mattiert, andere frischer. Deputy
Soward sagte aus, dass der Daumentest einschloss, dass jemand mit
leeren/gebrauchten Hülsen auf das Dach des Wohnwagens kletterte,
sich auf dem Dach hinhockte, und Hüllen in die Luft „schnippte“,
eine nach der anderen, einen Daumen benutzend und beobachtet, wie
sie auf dem Dach des Wohnwagens landeten und davon auf die Erde
runter rollten. Deputy Soward sagte aus, dass das Schlagen der
Hülsen das Ausstoßmuster bestimmter Waffenarten, von denen die
Untersuchungsbeamten glaubten, dass sie bei dem Überfall aus dem
Hinterhalt benutzt wurden, simuliert. Das Ziel war augenscheinlich
festzustellen, ob jemand in dieser Nacht eine Waffe vom Dach aus
abgefeuert hatte.
Der rechtliche Test zur Feststellung, ob beantragte
wissenschaftliche Beweise als Beweise zugelassen werden sollen, die
der Jury vorgelegt werden, ist enthalten in den TEXAS
BEWEISRICHTLINIEN – RICHTLINIE 702. Richtlinie 702 ist eine
Richtlinie, die vorbringt, dass wissenschaftliche Beweise
überzeugend sein müssen, um die ZULÄSSIGKEIT IHRER TESTS, THEORIEN,
VERFAHREN, ETC zu erringen... Es ist die Verpflichtung des
Prozessgerichts unter Richtlinie 702 festzustellen, in Abwesenheit
der Jury, ob diese wissenschaftlichen Aussagen oder Beweise
„ZUVERLÄSSIG“, RELEVANT UND VON HILFE für die Jury in Bezug auf
Verständnis oder Feststellung der Fakten sind. Der Staat muss dem
Gericht durch klare und überzeugende Beweise aufzeigen, dass die
Tests zuverlässig und wissenschaftlich sind. Der unmittelbare Zweck
der Richtlinie 702 ist festzustellen, dass die wissenschaftliche
Rechtsgültigkeit vorliegt, bevor erlaubt wird, dass die Beweise von
den Geschworenen gesehen werden. DER PROZESSRICHTER DARF KEINE
PSEUDOWISSENSCHAFT ZULASSEN oder Aussagen, die sich als solche
herausstellen sowie auch Theorien, die nicht wissenschaftlich
bewiesen und zuverlässig sind.
Solche Aussagen hätten nie vor Kennths Jury erlaubt werden sollen,
da Deputy Soward bezeugte, dass es keinen anerkannten Bericht über
den „Daumentest“ gab, und dass er keinen anderen Experten kenne, der
sich damit beschäftigte. Deputy Soward wusste von keinen
veröffentlichten oder gedruckten Versuchswerten, die die
Zuverlässigkeit des Tests unterstützen würden, oder wie hoch die
Anzahl der Fehler waren.
Kenneth macht geltend, dass der sogenannte „Daumentest“, der in
diesem Fall angewendet wurde, und UNGLAUBLICHERWEISE VOR DER JURY
ALS BEWEIS ZUGELASSEN WURDE, höchst subjektiv ist, ohne Basis in der
Wissenschaft und in einer Ziel orientierten Art eingesetzt wurde, um
eine vorgefasste Schlussfolgerung zu produzieren. Es ist ein
halb-garer Test, zusammengestellt in der Hoffnung, eine Theorie
weiterzuführen, dass jemand in dieser Nacht vom Dach aus geschossen
hat. Der Schlagtest ist beinahe komisch, abgesehen davon dass er in
einem Kapitalmordprozess missbraucht wurde, um einen unschuldigen
Mann – Kenneth – in die Todeszelle zu schicken.
Was noch viel unglaublicher ist, ist, dass der Staat Kenneths
Anwälte während des Prozesses damit überraschte und sie angelogen
hat, man habe das gerade erst entdeckt, aber nach vielen
Nachforschungen fand man heraus, dass die Theorie nur Tage nach dem
Überfall entstanden ist.
Das Prozessgericht missbrauchte seine Ermessensfreiheit mit der
Zulassung des Daumentests als Beweismittel, um vom Staat genutzt
werden zu können, um die Theorie zu unterstützen, dass da ein
Schütze auf dem Dach war gegen 20:33 Uhr, als Mr. Hutton angab, eine
Taschenlampe auf dem Dach leuchten gesehen zu haben. Der Schlagtest
ist kein zuverlässiger wissenschaftlicher Standard. Der Daumentest
ist der Typ von „Junk Science“ (Pseudowissenschaft) für die die
Richtlinie 702 geschaffen wurde, um sie außerhalb der Erwägungen der
Jury zu lassen. Der Beweis des Daumentests wurde sicherlich von der
Jury beim Fällen ihres Schuldspruches erwogen. Am wichtigsten ist,
dass es KEINEN BEWEIS in diesem Prozess gibt, dass Kenneth als
Schütze auf dem Dach teilgenommen hat, oder das Kenneth überhaupt
teilgenommen hat.
Kenneth selber glaubt, dass er als Sündenbock benutzt wurde. Jemand
musste für dieses Verbrechen bezahlen. Die Person, die sie
eigentlich begangen hatte, brachte sich selber um. Also warum nicht
Kenneth für dieses Verbrechen anklagen – Jermiahs besten Freund und
Mitbewohner – und die Gemeinschaft damit zufrieden zu stellen, die
nur diesen Fall gelöst haben wollte, jedoch keine Ahnung von der
Korruption hatte, die hinter den Kulissen mit den Staatsanwälten
stattfand, um sicher zu stellen, dass sie einen Schuldspruch
erhalten und in den Medien und der Gemeinschaft wie Helden aussehen.
So haben sie einen unschuldigen Mann (Kenneth) in die Todeszelle
geschickt ...mit Theorien und Spekulationen, Wut, Ignoranz,
Rassismus, Korruption und Politik...
Ich möchte allen danken, die sich Zeit
genommen haben, dies zu lesen. Es ist wichtig, sich daran zu
erinnern, dass bei der Auseinandersetzung mit einer Situation wie
dieser... man völlig offen für die Wahrheit bleiben muss, ganz egal
wie weithergeholt oder hart es klingen mag. Wahrheit ändert sich
nicht, egal ob sie von der Mehrheit der Menschen geglaubt wird oder
nicht. Panik könnte sie verstimmen; Ignoranz könnte sie verhöhnen;
Arglist könnte sie verdrehen; aber sie ist da...
Ich möchte auch sagen, dass obwohl ich nur einen kleinen Teil meiner
Wirklichkeit mit Euch teile, glaubt mir, ich habe noch viel mehr.
Ich möchte außerdem sagen, dass von dem, was ich erlebt habe und was
ich andere erleben gesehen habe – eingesperrt und in den Todestrakt
geschickt zu werden, für Verbrechen, die man nicht begangen hat –
das amerikanische Rechtssystem nichts mit Gerechtigkeit zu tun hat,
es handelt von Staatsanwälten, die tun, was immer sie können, um
einen Schuldspruch zu erreichen und zu halten! Sogar wenn das
bedeutet, sich außerhalb des Gesetzes zu bewegen und einen
unschuldigen Mann in die Todeszelle zu schicken! Ich bete dafür,
dass diejenigen von Euch, die sich Zeit genommen haben, um dies zu
lesen, etwas finden, das Euch die Augen öffnet, wenn auch nur ein
bisschen, und das Ihr erkennt, dass es unschuldige Männer und Frauen
im Todestrakt und im Gefängnis gibt, aufgrund von Korruptionen im
amerikanischen Rechtssystem.
Noch einmal, vielen Dank für Ihre Zeit! Beste Wünsche & viel Segen
Sie können eine email an Kenneth schreiben und wir drucken sie ihm aus und senden sie ihm zu. Bitte geben Sie Ihre Postadresse an, damit Kenneth Ihnen antworten kann. Er selbst hat keinen Zugang zu einem Computer, so dass wir ihm die emails ausdrucken und zuschicken.
kenneth.vodochodsky(at)alive-gegen-todesstrafe.de
Ein E-Mail direkt an Kenneth können Sie über jpay senden: www.jpay.com
Kontakt zu Kenneths Familie
Annette Vodochodsky
1284 County Road 304
Floresville, TX 78114
U.S.A.
bodievod(at)aol.com