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Gabriel Gonzalez

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Informationen über den Fall
Was danach geschah
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Informationen über den Fall

Was davor geschah

Im Juli 1994 traf sich Gabriel, der zu diesem Zeitpunkt ein “CRIPS” Gang-Mitglied war, mit seiner Freundin Susie in einer Wohnung, die ein gängiger Treffpunkt der Gang-Mitglieder war. Vier junge Männer - DeAnthony, Shawntee, Markett und Sherrard -, die er kaum kannte, waren ebenfalls anwesend. Sie sprachen über einen geplanten Einbruch.

Gabriel gibt zu, dass er das Gespräch von einem Hinterzimmer aus mitbekommen hat. Da er aber im Ghetto aufgewachsen ist und ein aktives Gangmitglied war, fand er solch ein Gespräch nichts außergewöhnliches und er maß ihm keine weitere Bedeutung zu.

Am Vorabend des Einbruchs tranken sie alle Alkohol und rauchten Marihuana in Lisa McHenrys Wohnung. Gabriel trank Alkohol und rauchte Marihuana bis er so betrunken war, dass er kaum noch gehen konnte. Spät in der Nacht gingen die Typen noch etwas zu essen holen und überzeugten Gabriel mitzukommen. Als sie zwischen drei und vier Uhr zur Wohnung zurück kamen, war Gabriel nicht mehr bei ihnen. Susie, seine damalige Freundin fragte nach ihm. Er sei draußen im Auto, bekam sie zur Antwort. Sie ging zu ihm, konnte ihn aber nicht aus seinem durch Alkohol und Marihuana sehr tiefen Schlaf wecken.

Die Tat

Am nächsten Morgen, dem 20. Juli 1994, fuhren die vier jungen Männer, DeAnthony, Markett, Sherrard und Shawntee, zu einem Pfandhaus. Gemäß Staatsanwaltschaft war Gabriel der Fahrer des Autos. Gabriel selbst behauptet, noch immer high und betrunken im hinteren Teil des Autos geschlafen zu haben. Er habe nicht bemerkt, wie die anderen mit Halstüchern (Bandanas) bedeckten Gesichtern zu dem Pfandhaus losgingen. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich die Besitzerin, deren Tochter, ein Angestellter und ein Kunde im Pfandhaus. Die jungen Männer befahlen ihnen, sich auf den Boden zu legen und als Louella Hilton, die Besitzerin des Ladens, in einen Hinterraum des Ladens zu fliehen versuchte, folgte ihr einer und schoss mehrmals durch die Türe, hinter der sie sich versteckte und verletzte sie tödlich.

Inzwischen stahlen die anderen Männer 29 Waffen im Laden und die Person, die geschossen hatte, leerte die Bargeldkasse. Sie fuhren zusammen zu Lisa McHenrys Wohnung, wo sie das Geld und die Waffen aufteilten. Ein paar der Waffen wurden an andere junge Männer weitergegeben, die zur Wohnung kamen. Das Auto, das sie für den Überfall benutzten, wurde weggeschafft.

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Was danach geschah

Innerhalb der nächsten drei Tage wurden sie alle verhaftet.

Gabriel hat seine Version der Geschehnisse nicht erzählt und seine Freundin Susie wurde nie als Zeugin befragt. Damals war Gabriel sehr verstrickt in diversen Gang-Aktivitäten und der Ehrenkodex der Gang verbot, einander zu verraten. Er hatte Angst um die Sicherheit seiner drei Kinder und deren Mütter, wenn er eine Aussage machen würde und beschloss deshalb zu schweigen.

DeAnthony Walker war der Hauptzeuge gegen Gabriel. Er war zum Zeitpunkt des Überfalls 14 Jahre alt, ebenfalls ein CRIPS-Mitglied und erst kurz vorher aus dem Gefängnis entlassen worden, wo er wegen Einbuchs gesessen hatte. Bei der Befragung durch die Polizei und bei der Voruntersuchung machte er widersprüchliche Aussagen, die sich sehr von dem unterschieden, was er vor Gericht aussagte. Er bekannte sich des Kapitalen Mordes schuldig und sagte gegen die anderen aus. Im Gegenzug wurde er zu 18 Jahren Freiheitsentzug verurteilt – ohne den Handel hätte er mit bis zu 40 Jahren rechnen müssen.

Lisa McHenry, die zweite wichtige Zeugin, widersprach sich auch heftig in ihren Aussagen.

Als sie verhaftet wurde, hatte sie eine Waffe bei sich, die auch bei dem Überfall gebraucht wurde. Mit der Lüge gegen Gabriel hat sie sich selbst gerettet, da sie mit der Todesstrafe rechnen musste. Sie erhielt fünf Jahre auf Bewährung.

Der dritte Zeuge war ein Augenzeuge. Er behauptet, den Fahrer des Fluchtfahrzeuges für ein paar Sekunden im Profil gesehen zu haben – über eine fünfspurige Autobahn. Erst beim dritten Versuch gelang es ihm, Gabriel zu identifizieren, zwei Wochen nach den Raubüberfall, nachdem Gabriels Bild schon in allen Berichterstattungen gezeigt worden war. Gabriel ist ein Latino und er war die einzige südländische Person bei der Gegenüberstellung, alle anderen waren Schwarze.

Es gibt absolut keinen Beweis gegen Gabriel. Es wurden keine Fingerabdrücke von ihm gefunden – weder im Pfandhaus noch auf den wieder gefundenen Waffen, die bei dem Überfall gestohlen worden waren. Ebenso wenig wurde etwas von dem gestohlenen Geld oder den Waffen in Gabriels Besitz gefunden.

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Updates

Frühjahr 2009

Der Beginn der neuen Strafzumessung war für Anfang Mai geplant. Diese wird jedoch auf unbestimmte Zeit verschoben.

13.05.2008

Bei einer Gerichtsanhörung wurde 12 von 13 vorgebrachten Punkten akzeptiert. Bei dem einzigen nicht akzeptierten Punkt handelte es sich um die Anzweiflung der Verfassungsmäßigkeit des Todesurteils.

Eine weitere Anhörung ist für den 27. Juni 2008 geplant.

2008

Die Beweislage und die Entwicklung der Berufungen zeigt, dass es begründete Zweifel an Gabriel Gonzalez Schuld gibt. Zurzeit ist er im Bezirksgefängnis in San Antonio, wo er auf eine neue Strafzumessungsverhandlung wartet. D. h. dass Todesurteil außer Kraft gesetzt ist.

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Zur Person

Geboren am:
22.03.1974

Datum des Verbrechens:
20.07.1994

Zum Tode verurteilt:
26.03.1997

Urteil in lebenslange Haft umgewandelt:
01.02.2010

 

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